22 August 2017

Einsteins Tränen

Als der Roman »Einsteins Tränen« im Dezember 1983 erschien, wusste ich nicht, dass es der letzte Roman des Autors William Voltz sein würde. Ich las den PERRY RHODAN-Roman, wie ich zu jener Zeit alle Romane der Serie durchschmökerte: mit großem Interesse und wachsender Spannung, weil ich viele der Ideen des laufenden Zyklus sehr schätzte. Und die Voltz-Romane hatte ich sowieso immer gern gelesen.

Gestern kam der Silberband mit dem gleichnamigen Titel aus der Druckerei. Offiziell erscheint er im September, aber die Redaktion erhält stets Vorabexemplare.

Wenn ich es in die Hand nehme, erinnere ich mich gut an meine damalige Lektüre zurück, an meine Faszination für die Welt von PERRY RHODAN, die von den Autoren vermittelt wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass die Romane, die im Grauen Korridor spielen, diese Faszination auch heute noch ausstrahlen.

Mit dem Silberband liegt ein Denkmal besonderer Art vor: William Voltz war der erste Bearbeiter der PERRY RHODAN-Buchausgabe, und ihm ist ihr Erfolg sicher mitzuverdanken. Dass jetzt ein Buch mit seinem letzten Roman erscheint, schließt in gewisser Weise einen Kreis. Das hat dann sogar etwas Tröstendes, finde ich.

21 August 2017

Atlans Rückkehr

Ich gestehe, dass ich mich ein wenig durch das Hörbuch von »Atlans Rückkehr« gequält habe. Ob das an der Stimme von Martin Bross lag, an die ich mich erst gewöhnen musste – ich bin nun mal ein Fan von Josef Tratnik, der für mich die PERRY RHODAN-Serie am besten ins Akustische überträgt –, oder eben daran, dass ein Teil dieses Hörbuches aus sogenannten Betschiden-Abenteuern besteht, weiß ich nicht. Eigentlich ist die Geschichte ja gut, aber ich hatte in den frühen 80er-Jahren schon meine Probleme mit den Original-Romanen.

Zur Handlung: Im Herzogtum von Krandhor spitzt sich die Lage zu; Revolutionen brodeln, und Atlan als Orakel wacht endlich auf. Die SOL soll zu ihrem letzten Flug antreten, alles verändert sich, und niemand ist so richtig klar, welche Pläne die Kosmokraten eigentlich haben. Immerhin liegt das Herzogtum im nicht genau definierten Limbus zwischen den Mächtigkeitsballungen von ES und Seth-Apophis.

Es taucht eine Vielzahl von Charakteren auf, die legendäre Gesil kommt in die Handlung, die Kranen und die Welt Chircool erhalten ihr letztes Gastspiel, und am Ende muss sich die SOL von einer Handvoll Urwaldbewohner retten lassen, die auf wundersame Weise mit Robotern, Antigravschächten und dergleichen umgehen können. Es passiert einiges, und ich habe mich auch gut unterhalten – aber ein Freund der Betschiden-Abenteuer wurde ich 2017 nicht mehr ...

18 August 2017

Besuch von der FanZentrale

Weil sie sowieso in der Gegend war, schlug Christina Hacker vor, uns in der Redaktion zu besuchen. Am Freitag, 18. August 2017, war es soweit: Wir trafen uns im Büro von Klaus Bollhöfener, gingen gemeinsam in die Kantine und saßen hinterher bei mir am Besprechungstisch noch einige Zeit zusammen.

Christina Hacker ist für die »SOL« verantwortlich, die Mitgliederzeitschrift der PERRY RHODAN-FanZentrale (PRFZ). Sie stellt auch den »PRFZ-Newsletter« zusammen, der alle zwei Monate verschickt wird. Darüber hinaus hat sie bereits zwei Romane in der Fan-Edition veröffentlicht.

Bei ihrem Besuch ging es vor allem um die engere Zusammenarbeit zwischen der FanZentrale und der PERRY RHODAN-Redaktion. Sie hatte einige Ideen, die wir flott diskutierten – schauen wir mal, wie wir welche Fan-Wünsche erfüllen können ...

17 August 2017

Gratulation an Eins A Medien

Heute können wir und unsere Partner von Eins A Medien ein kleines Jubiläum feiern: Seit genau zehn Jahren gibt es die PERRY RHODAN-Serie als wöchentliches Hörbuch. Jeden Donnerstag kommt immer der neue Roman als Hörbuch heraus – das sind schon unglaublichee 522 Wochen.

Ich bin selbst baff, wenn ich mir die Zahlen vor Augen führe. Das ist eine verdammt lange Zeit, und es ist auch eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

Was haben wir in dieser Zeit alles gemeinsam durchlebt: den Kampf gegen die Terminale Kolonne, das Neuroversum und das Atopische Tribunal – eine Unmenge an phantastischen und spannenden Science-Fiction-Romanen, geschrieben von unterschiedlichsten Autoren und gelesen von verschiedenen Sprechern.

Als wir am Freitagmorgen, 10. August 2007, unsere Pressekonferenz in Köln veranstalteten, hatten wohl weder Hans Greis (links im Bild) von Eins A Medien noch ich konkrete Erwartungen, wie lange wir zusammenarbeiten würden. Immerhin gingen wir ein Risiko ein: Würde sich genügend Kunden für eine solche Hörbuchserie finden, die es in dieser Form bisher nirgends gab?

Ich bin sehr stolz darauf, dass Eins A Medien unsere Romane auf einem so hohen Niveau vertont. Das machen die Kollegen in Köln richtig gut. Darauf müssen wir bei nächster Gelegenheit anstoßen: ob mit Kölsch aus Köln oder einem Riesling aus Baden, das überlegen wir uns dann noch ...

16 August 2017

Die Nacht der 1000

»Und er schaltete um.« In dem PERRY RHODAN-Roman, der diese Woche erscheint, erweist sich die Titelfigur unserer Science-Fiction-Serie erneut als der »Sofortumschalter«, als den man ihn kennen sollte.

In Szene gesetzt wird er von Uwe Anton, der bei »Die Nacht der 1000« immer wieder aus seiner umfangreichen Kenntnis der PERRY RHODAN-Serie schöpfen konnte. Bei diesem Autor bemerkt man als Leser stets, wie gut er sich auskennt und dass er auch große Erfahrung mit dem Verfassen von Exposés hat.

Der Roman hat es ohnehin in sich, finde ich: Es gibt eine Konfettiparade – na ja, vielleicht kein Konfetti –, und es gibt eine Auseinandersetzung gesellschaftspolitischer Art; es geht ein wenig um die Medien in einer fernen Galaxis und um die Darstellung galaktohistorischer Geschichte. Darüber hinaus legt der Autor falsche Spuren und ... mehr sollte ich an dieser Stelle nicht erzählen.

Mir hat die Lektüre des Manuskripts viel Spaß bereitet. Ich bin sicher: Vor allem solche Leser, die PERRY RHODAN seit langem kennen, erhalten einen Blick auf »ihr« Terra aus einer anderen Warte.

15 August 2017

Der fünfte FreuCon im Blick

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Frühjahr 1985 hatte ich das Gefühl, im Fandom – also in der Science-Fiction-Szene – einen richtig guten Ruf zu haben. Zwar war ich im wirklichen Leben ein ganz gewöhnlicher Wehrpflichtiger, der als »Schütze« in einer Bundeswehrkaserne seinen Dienst verrichtete, in der Fan-Szene fand ich mich aber ziemlich wichtig. Meine Kurzgeschichten und Artikel wurden regelmäßig in Fan-Zeitschriften veröffentlicht, mein eigenes Fanzine »Sagittarius« genoss einen guten Ruf.

Zudem hatte ich bereits viermal einen Con veranstaltet, also eine Veranstaltung für Science-Fiction-Fans. Der Begriff »Con« leitete sich von »Convention« ab; übersetzte man das auf deutsch, meinte man also einen »Kongress«. Das war natürlich eine hochtrabende Bezeichnung für die üblichen Cons, an denen einige Dutzend Jugendliche und junge Erwachsene ein Wochenende lang in einem Jugendzentrum herumsaßen und über Science Fiction und artverwandte Themen sprachen.

Für den 14. April 1985 hatte ich wieder einen Con angesetzt, erneut im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« in Freudenstadt. (Das Bild zeigt das JuZ in den 80er-Jahren.) Ich orientierte mich an den Namen bekannterer Fan-Veranstaltungen, die in Berlin eben »BärCon« oder in Stuttgart dann »StuCon« genannt wurden; in den USA hießen sie in Philadelphia logischerweise »PhilCon« und in Chicago »ChiCon«. Aus Freudenstadt wurde also »Freu«« – daraus entstand der Name »FreuCon«.

In dem Jugendzentrum ging ich seit den späten 70er-Jahren ein und aus, und seit 1981 organisierte ich dort einmal im Jahr die Science-Fiction-Treffen. Mir war bewusst, dass ich es nicht schaffen würde, einen »vernünftigen« Con auf die Beine zu stellen, ein Con mit Programm und Ehrengästen und einem geregelten Ablauf.

Zudem waren die Räumlichkeiten im Jugendzentrum begrenzt: Mehr als sechzig Besucher würden den Ablauf zu sehr durcheinander bringen – mir stand letztlich nur ein einziger Raum zur Verfügung, der zudem durch geplante Baustellen in den Nebenräumen eingeschränkt sein würde.

tl_files/comic/images/news/erinnerungen/JuZ_FDS.jpgMir war zu diesem Zeitpunkt einigermaßen klar, warum der FreuCon bei einer gewissen Klientel beliebt war: Es handelte sich um einen fannischen Con, wie man das damals nannte, einen Con also, bei dem die Kommunikation der Fans untereinander wichtig war. Nur deshalb reisten Besucher aus der halben Bundesrepublik in die Kleinstadt im Schwarzwald; ein mögliches Programm interessierte die wenigsten.

Also verfasste ich in diesem Frühjahr 1985 ein sogenanntes Egozine, eine Fan-Zeitschrift also, die ein Mensch allein machte, um seinem Ego zu genügen. Ich nannte es – nach der Eichelberg-Kaserne, in der ich meine Tage fristete – »Der Ge-Eichelte Bote«, was ich sehr witzig fand, und schrieb darin unter anderem über den geplanten Con.

»FreuCons sind eigentlich immer für die Leute interessant, die selbst kreativ sind, einen Hang zum Chaos verspüren und auch so gut drauf sind«, verkündete ich selbstbewusst. Ich hätte auch formulieren können, dass ich nur Leute wünschte, die in der Lage waren, sich mit sich selbst und anderen zu beschäftigen, und die kein Programm benötigten.

Ähnlich selbstbewusst formulierte ich weiter: »Vollidioten und Berts haben sich auf FreuCons im Regelfall nie wohlgefühlt, auch wenn sie zeitweise in großer Anzahl vorhanden waren.« Im Nachhinein betrachtet: So richtig klug war es sicher nicht, einen Teil der bisherigen Besucher auf diese Weise zu beschimpfen ...

»Allerdings gab's auch durchaus fähige Leute, die zu den FreuCons kamen und enttäuscht wieder von dannen zogen, weil sie sich einfach zu viel von der ganzen Veranstaltung versprochen haben«, ruderte ich gleich im nächsten Satz zurück. Ich wollte tatsächlich das potenzielle Publikum warnen: »Wer gern wissenschaftliche Vorträge hört oder sich mit Schriftstellern unterhält, ist natürlich auf einem FreuCon fehl am Platz.«

Weil ich nicht zu viele Besucher und weil ich nur bestimmte Leute ansprechen wollte, gab ich bekannt, dass man zum Con eingeladen werden musste. Ich verwies auf ein »Anforderungsformular« für eine Einladung, das man bei mir erhalten könne, wenn man nicht sowieso schon eine Einladung erhalten habe. Dass ich das Formular irgendwie ausarbeiten musste, war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar, als ich »Der Ge-Eichelte Bote« schrieb und in der Kaserne vervielfältigte.

Immerhin machte ich mir schon Gedanken über den Ablauf der Veranstaltung. Weil ich dachte, für einen normalen Science-Fiction-Con weder die Zeit noch die Nerven zu haben, plante ich Programmpunkte, die sehr unüblich waren. Unter anderem wollte ich eine Führung durch den Wald anbieten, um den Besuchern zu zeigen – man schrieb 1985! –, »wie schlimm und ausgedehnt das Waldsterben wirklich ist!« Immerhin sei das Waldsterben »schon keine SF mehr«.

Darüber hinaus hatte ich vor, mit den Con-Besuchern einen Maler zu besuchen, der in Freudenstadt wohnte und arbeitete und dessen Bilder mit phantastischen Motiven spielten. Als weitere Programmpunkte betrachtete ich einen »Kurz-Spontan-Dungeon«, der »in der Nacht gegen zwei Uhr« beginnen solle – gemeint war offenbar ein Rollenspiel –, sowie einen »Freak-Special-Program-Punkt, kurz FSPP«, was immer ich auch damit meinte.

Um es vorwegzunehmen: Von all diesen geplanten Dingen wurde nichts umgesetzt. Ich hatte kein glückliches Händchen, was die Organisation von Veranstaltungen anging, vor allem, weil ich immer dachte, alles allein machen zu müssen. Aber immerhin bekam ich es in der Kaserne hin, etwas vorzubereiten und damit etwas zu tun, das über das dröge Einerlei des Feierabend-Saufens hinausging ...

14 August 2017

Romanlängen und Leserseiten

Das Thema scheint die Leser zu packen: Warum sind bei den PERRY RHODAN-Romanen mit den Bandnummern 2917, 2919 und 2921 jeweils die Leserkontaktseiten entfallen? Ich hatte mehrfach dazu geschrieben, das habe an den Umfängen gelegen: Wenn ein Roman einen zu großen Umfang habe, sei ich eher bereit, bei der Leserseite zu kürzen als beim Inhalt. Allerdings wurde mir das nicht immer geglaubt ... deshalb hier und heute einmal wieder der Versuch einer Aufklärung.

Des Rätsels Lösung ist eigentlich ganz einfach, man muss es aber wissen: Bände mit geraden Bandnummern haben jeweils eine zwölf Seiten umfassende Beilage, den PR-Report, das PR-Journal oder die STELLARIS-Geschichte.

Um diese zwölf Seiten veröffentlichen zu können, drucken wir einen sogenannten Bogen mehr – dieser umfasst 16 Seiten. Das heißt: Ein Band mit gerader Bandnummer hat damit vier Seiten mehr Raum für einen Roman.

Bände mit ungeraden Bandnummer wiederum umfassen nur 64 Seiten – davon werden aber im Regelfall drei bis vier Seiten für die Risszeichnung oder die Clubnachrichten verwendet. Das heißt: Ein Band mit ungerader Bandnummer hat drei bis vier Seiten weniger Umfang, den man für den Roman verwenden kann.

Noch mal anders gesagt: Bände mit ungerader Nummer sind sieben bis acht Seiten »kürzer« als Bände mit gerader Bandnummer. Band 2917 hatte mehr als zehn Prozent mehr Text-Umfang als Band 2918; dummerweise standen uns aber sieben Seiten weniger zur Verfügung.

Da kann man zwar »eng setzen«, aber das geht nicht unbeschränkt. Aus diesem Grund musste ich kürzen – und ich entschied mich fürs Kürzen der Leserseite.

Noch einmal weise ich darauf hin: Wir wollen die Leserkontaktseite auf gar keinen Fall einstellen. Niemand in der Redaktion hat das vor, kein Autor möchte das – das wäre ein großer Fehler. Dass wir uns Gedanken darüber machen, wie die Leserseite in naher Zukunft aussehen könnte, steht auf einem anderen Blatt.

12 August 2017

Werbung für SEELENQUELL

Die Superintelligenz SEELENQUELL entsprang einer Diskussion, die Robert Feldhoff und ich zu sehr später Stunde führten. Er wollte die Entstehung einer jungen Superintelligenz schildern, und zugleich wollte er mehr mit den Arkoniden machen – heraus kam ein eigener Handlungsabschnitt im Zyklus »Die Solare Residenz«.

Das Thema bewarben wir im Herbst 2000, indem wir beispielsweise die Zeitschriftenhändler auf die neue Handlungsebene vorbereiteten. Dazu wurde ein Faltblatt produziert und an die Händler verschickt; der Vertrieb investierte in diesem Fall einiges an Geld – ob und wie sich das auszahlte, erfuhren wir allerdings nicht.

Wichtig war für Robert, dass das Logo des Zyklus entsprechend bekannt gemacht wurde: »Wenn wir schon die Solare Residenz als handlungstragendes Element einführen, müssen wir sie auch rein optisch immer wieder präsentieren.« Und so geschah es auch im Prospekt ...

11 August 2017

Gestohlene Erinnerung

Heute ist er offiziell erschienen: der neunte Band unserer Miniserie PERRY RHODAN-Terminus, verfasst von Dennis Mathiak. Der Roman trägt den Titel »Gestohlene Erinnerung« und enthält einige coole Sätze; streckenweise ist es ein fesselnder Agentenroman mit ungewöhnlichen Hauptfiguren.

Meine liebste Formulierung: »Ich existierte dreifach nebeneinander und behinderte mich dadurch selbst.« Wer das nicht gleich versteht, sollte sich nicht grämen; das erklärt sich innerhalb des Romans alles von selbst. Der Ich-Erzähler hat zu verschiedenen Gelegenheiten in diesem Roman seine Probleme mit der Realität und ihrem Ablauf.

Am 23. Juni 2017 lobte ich den Autor in einer Mail: »Vor allem die ›Innensicht‹ der Hauptfigur fand ich spannend – da werden wir sicher auch Kritik von einigen Fans erhalten, die mit dieser Schilderung ... nicht klarkommen werden.« Ich habe mich schon oft geirrt und wäre selbstverständlich froh, wenn ich an dieser Stelle auch nicht recht behalten würde ...

10 August 2017

Andreas Eschbach und die Rückkehr nach Terra

Ein Logbuch der Redaktion

Ich finde es immer wieder interessant, Romane als Hörbuch noch einmal zu genießen. Das macht mir sogar in solchen Fällen Spaß, in denen ich als Redakteur an der Entstehung der Romane beteiligt war. Nicht zuletzt aus diesem Grund lauschte ich mit großem Interesse dem Hörbuch »Rückkehr nach Terra«.

Dieses Hörbuch erschien gegen Ende des Jahres 2016 bei Lübbe-Audio. Es enthält vier Romane von Andreas Eschbach, die innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erschienen sind und die von unterschiedlichen Sprechern interpretiert werden. Eine Rahmenhandlung, verfasst von Christian Montillon und gelesen von Josef Tratnik, sorgt für einen losen Zusammenhang der vier Romane.

Den Einstieg bietet jener Band, mit dem der Autor – noch in den 90er-Jahren – den ersten Gastroman überhaupt bei PERRY RHODAN veröffentlichte. »Der Gesang der Stille« (Band 1935 von 1998) ist eigentlich ein Zwei-Personen-Stück, in dem Reginald Bull zwar auf den ersten Blick die Rolle der Hauptperson einnimmt, sein »Sidekick« aber rasch viel wichtiger wird.

Skill Morgenstern ist ein Agent des Terranischen Liga-Dienstes, der aber unter einer Krankheit leidet, die tödlich verlaufen wird. Ein Todgeweihter und ein Unsterblicher gehen also gemeinsam in einen Einsatz, bei dem sie mit den feindseligen Korrago konfrontiert werden.

tl_files/comic/images/news/news/Hörbuch_Eschbach.jpgTom Jacobs schafft es bei seiner Lesung, die Dramatik der jeweiligen Situation lebendig werden zu lassen. Man fiebert mit Morgenstern und Bull, man leidet buchstäblich mit, und man nimmt mit viel Spannung an der grundsätzlichen Frage Anteil: Was bedeutet es eigentlich, relativ unsterblich zu sein?

Geradezu militärisch geht es in »Die Rückkehr« zu: Der Autor muss eine Raumschlacht schildern, was er aber vor allem mit vielen menschlichen Aspekten verbindet. Der Raum, in dem die Listen aufgehängt werden, auf denen die Namen der gefallenen Raumfahrer stehen, wird mir wohl immer im Gedächtnis bleiben. Oder das Schachspiel, das Perry Rhodan mit einem Raumfahrer spielt. Oder der Techniker, der lieber an seine Familie denkt, anstatt an einen gefährlichen Einsatz. Oder ...

Das Spannende dabei für mich: Obwohl ich die Geschichte sehr gut kannte, wurde sie durch die Interpretation des Sprechers Renier Baaken in intensiver Weise erneut in meine Erinnerung gerufen. In solchen Szenen erkannte ich wieder einmal, welch hervorragender Autor Andreas Eschbach einfach ist!

Ebenfalls mit einer militärischen Aktion hängt der Roman »Die Falle von Dhogar« zusammen, den Michael-Che Koch eingelesen hat. Aber auch hier schafft es der Autor, in die Handlung klare humanistische Akzente einzuarbeiten. Selbstverständlich werden die Exposévorgaben eingehalten; er schildert eine Raumschlacht um einen Polyport-Hof – aber durch die Perspektive auf einen jungen Terraner bringt er eine ungewöhnliche Note in das Geschehen hinein.

Mit Reginald Bull zusammen bildet der junge Mann ein Duo, das ein wenig an Skill Morgenstern in »Der Gesang der Stille« erinnert. Wieder geht es um den Gegensatz von Tod und relativer Unsterblichkeit, es geht aber auch um Liebe und Gefühle, um das Loslassen angesichts eines Verlustes und andere persönliche Themen. Eschbachs Roman vermittelt die Raumschlacht mit ihrer Dramatik, weil er es schafft, eine emotionale Ebene zu den Hauptpersonen zu schaffen. Das fand ich toll – auch beim Anhören.

Abgerundet wird das Hörbuch durch »Der Techno-Mond«, gelesen von Andreas Laurenz Maier, mit dem der Zyklus »Das Atopische Tribunal« eingeleitet wurde. Der Autor muss einen neuen Handlungszeitraum vorstellen, er macht dies auf seine eigene Weise. Er lässt das Wohnhaus von Perry Rhodan lebendig werden, er charakterisiert sogar die Nebenfiguren, und so steigert sich die Dramatik innerhalb der Milchstraße sowie um den Mond immer weiter.

Perry Rhodan selbst wird zum überlegenden Politiker und Abenteuerer, der einer privaten Mission ebenso folgt wie seiner Absicht, die Menschheit vor Schaden zu bewahren. Andreas Eschbach zeigt, wie man auch altbekannte Figuren in neuer Weise interpretieren und in eine romanhafte Umgebung stellen kann.

Wer die Romane schon einmal gelesen hat – so wie ich –, wird durch die Hörbuch-Box einen ungewöhnlichen Blick auf die PERRY RHODAN-Serie erhalten. Wer die Serie noch nicht kennt, aber den Autor schätzt, kann auf diese Weise den größten Science-Fiction-Kosmos der Welt auf vergleichsweise einfache Weise kennenlernen.

09 August 2017

Ein Wort zu den redaktionellen Beilagen

Dreimal in einem sehr überschaubaren Zeitraum ließen wir die Leserseite entfallen – sie fehlte in den Bänden 2917, 2919 und 2921. Die Gründe wurden von mir mehrfach genannt: Wenn ein Roman zu lang ist, muss man ihn entweder einkürzen, oder man streicht nötigenfalls bei der Leserseite den einen oder anderen Text. In diesem Fall strichen wir eben die gesamte LKS ... nicht nett, aber nachvollziehbar, denke ich.

Wir denken in diesen Tagen immer wieder über unsere redaktionellen Beilagen nach. Es gibt beispielsweise die Frage: Muss man das Konzept für die Leserseite neu überdenken, wenn immer mehr Leute wie Facebook kommunizieren? Oder auch: Brauchen wir noch Clubnachrichten, wenn es keine Clubs mehr gibt und die Resonanz auf die entsprechenden Beiträge sehr gering ist?

Die Leserseite wollen wir auf keinen Fall abschaffen, das wäre töricht. Sie ist auch in Zeiten der schnellen Online-Kommunikation ein Bestandteil des wöchentlichen PERRY RHODAN-Romans, ohne den unserer Serie etwas fehlen würde. Viele Leser schauen immer zuerst in die LKS, bevor sie mit dem Roman beginnen – das wissen wir, und deshalb wollen wir daran nichts ändern.

Aber es kann nie schaden, sich grundsätzlich Gedanken darüber zu machen, wie wir PERRY RHODAN nach außen hin darstellen. Ist das, was wir seit Jahren machen, noch zeitgemäß, oder müssen wir etwas daran ändern?

Als Macher einer Science-Fiction-Serie wollen wir schließlich nicht in die Vergangenheit blicken, sondern in die Zukunft schauen ... (Schließlich sieht die LKS auch nicht mehr so aus wie in den 60er- oder 70er-Jahren.)

08 August 2017

Ein Transmetteur in Frankreich

Schaue ich mir die PERRY RHODAN-Taschenbücher an, die unsere französischen Partner veröffentlichen, finde ich es immer wieder interessant, wie sehr sie sich von unseren »Originalen« unterscheiden. Das trifft nicht nur auf die Titelbilder zu, wie das Cover von Band 349 beweist.

Bei »Transmetteur pour nulle part« muss ich sehr genau überlegen, wer hier eigentlich abgebildet ist ... sicher Atlan mit langen weißen Haaren und hellem Anzug. Aber wer sind die anderen Personen?

Interessant ist auch der Innenteil. Das Bordgehirn der SOL, in der zu dieser Zeit noch ein gewisser Tanwalzen seinen Dienst verrichtet, wird auf Deutsch bekanntlich SENECA geschrieben. Auf französisch heißt es konsequent »Sénèque«.

Immerhin sind Clifton Callamon und Gesil gleich geblieben, um zwei wesentliche Figuren dieses Taschenbuches zu nennen. Und dass »L'Émir« die Übersetzung von Gucky ist, dürfte eh niemanden verwirren ...

Ich erinnere mich noch gut, als ich die Geschichten vor über dreißig Jahren im Original las. Unsere französischen Partner haben jetzt Zugriff auf eine phantastische Episode der PERRY RHODAN-Historie. Schön!

07 August 2017

Handelsaktion im Herbst 2000

Der PERRY RHODAN-WeltCon im Dezember 1999 war eine große Aktion geworden, von der die Redaktion und der Verlag noch lange profitierten: Die Händler platzierten die Romane besser, die Presse berichtete häufiger über PERRY RHODAN. Was also lag näher, als an diesen Erfolg anzuknüpfen?

Die Marketing-Kollegen und der Vertrieb dachten sich eine Händleraktion aus. Um auf den »kleinen« Jubiläumsband 2050 hinzuweisen, der im Dezember 2000 erscheinen sollte, wurde sogar ein spezieller Briefumschlag gedruckt. Der Slogan »Wichtige Händlerinformation!« mit dem Zusatz »mit großem Gewinnspiel« sollte klarmachen, dass es sich in mehrfacher Hinsicht lohnte, mit PERRY RHODAN zusammenzuarbeiten.

Im Umschlag befanden sich ein Prospekt, ein Anschreiben und ein Aufkleber. Ziel war, die Händler dazu zu bringen, die Serie wieder gut zu platzieren und vor allem die Aufkleber mit »Hier erhältlich!« sinnvoll anzubringen. Der bereits laufende »SEELENQUELL«-Zyklus sollte so stärker ins Zentrum gerückt werden.

06 August 2017

Noch einmal das neue Atlantis

»Wir wollen mit Atlan weiterhin spannende, abenteuerliche Romane schreiben, verzichten aber weitgehend auf das kriminalistische Element und bringen dafür wesentlich mehr Fantasy in die Romane hinein.« Dies schrieb William Voltz gegen Ende des Jahres 1976 in das Exposé für den ATLAN-Roman 300.

Veröffentlicht wurde der Roman bekanntlich am 28. Juni 1977 unter dem Titel »Das neue Atlantis«. Die Serie sollte aber »keine reine Fantasy-Serie« sein, versprach der Autor in dem Exposé, »sondern auch und vor allem Science Fiction bringen«.

So richtig klar war damals offenbar nicht, in welche Richtung die Serie gehen sollte. Zumindest gibt das Exposé keinerlei Hinweise darauf, dass 200 Bände geplant waren, in denen Raumschiffe und Magier, Außerirdische und Mythenwesen eine Rolle spielen sollten, zeitweise in kunterbunter Reihenfolge.

Voltz wollte die zwei Serien klar trennen, das zeigte sich recht schnell. Seinen Roman betrachtete er »zunächst nur als Prolog«, denn »die eigentliche Atlantis-Story beginnt mit Nr. 301«. Für die Menschen auf der Erde sollte das neue Atlantis auch nur zwei Tage auf dem Heimatplaneten der Menschheit bleiben.

»Dieser Umstand wird sich gegen Ende des Zyklus, also im letzten Band, bei Atlans Rückkehr herausstellen«, formulierte das Exposé unter der Rubrik »Zeitverschiebung«. Handschriftlich angefügt wurde an dieser Stelle noch »siehe auch PR Nr. 816«. Man bemühte sich also um eine Verzahnung beider Serie und gleichzeitig eine stärkere Trennung.

05 August 2017

Der zweite Japan-NEO kommt bald

Ich weiß leider nicht genau, wer die junge Dame ist, die mich von diesem Titelbild aus anstrahlt – es könnte Sue Mirafiore sein, die junge Mutantin –, aber ich finde das Cover stark. Unsere japanischen Partner haben bereits den zweiten NEO-Band für diesen Monat angekündigt, die Übersetzung von »Utopie Terrania«, verfasst von Christian Montillon. Ich hoffe natürlich sehr, dass sich auch der entsprechende Erfolg einstellt.

Leider haben wir noch keine Belegexemplare erhalten. Als vergangene Woche ein Paket aus Japan eintraf, riss ich es mit zitternden Fingern auf – um dann »nur« die »normalen« Taschenbücher zu sehen.

Über die freuen wir uns in der Redaktion immer, weil das Design so anders ist; jetzt sind wir alle begierig auf die NEO-Bände. Aber wer mag, kann sie sich ja auch direkt bestellen ...

04 August 2017

Fünfzig Jahre SOS

Dass die PERRY RHODAN-Serie seit den 60er-Jahren einen unglaubliche Erfolgsgeschichte ist, verblüfft mich selbst immer wieder. Der PERRY RHODAN-Film aus dem Jahr 1967 zählt nicht unbedingt dazu. Und wäre heute kein großer Artikel auf der Internet-Seite »heise.de« erschienen, hätte ich nicht einmal mitbekommen, dass es genau fünfzig Jahre her ist, seit »SOS aus dem Weltall« in Italien angelaufen ist.

Im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte habe ich selbst diesen Film mehrfach gesehen; ich fand ihn meist langweilig oder haarsträubend, häufig auch lustig. Am Stück ansehen kann ich ihn tatsächlich nicht, weil er mit dem PERRY RHODAN, den ich seit Jahren kenne, nur wenig zu tun hat. Das aber ist Geschmackssache.

Ich erinnere mich allerdings, dass der Film in den 70er-Jahren im Kino in meiner kleinen Heimatstadt lief. Ich war damals schon Leser der Serie, und einige meiner Freunde gingen ins Kino – sie fanden den Film klasse. Wenn also heute gern gesagt wird, jeder habe damals den Film abgelehnt, kann das so nicht stimmen.

 Seien wir ehrlich: Im Vergleich zu manch anderem Science-Fiction-Machwerk der 60er- und 70er-Jahre ist der Film nicht unbedingt schlechter. Wenn man ihn also heute mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet und nach jeweils zehn Minuten eine Pause einlegt, kann man sich gut bei »SOS aus dem Weltall« amüsieren ...

03 August 2017

Der Stil eines Heftromans, mal positiv

Seien wir ehrlich: Früher galten Heftromane pauschal als »Schund«, wurden sie von wohlmeinenden Pädagogen verunglimpft oder im Schulunterricht beschlagnahmt. Das ist lange her; wenn heutige Lehrergenerationen einen Schüler erwischen würden, der in der Schule einen Heftroman liest, hätten sie wohl Tränen der Rührung in den Augen.

Dem Heftroman wird nachgesagt, er habe einen direkten Stil. Er sei einfach gebaut, er bediene die schlichten Gemüter ... und die anderen Vorwürfe kann sich jeder selbst denken. Dass dieser Vorwurf hanebüchen ist, kann jeder selbst erkennen, der beispielsweise einen PERRY RHODAN-Roman nimmt und die Struktur der Sätze betrachtet.

Ich sehe einen »Heftromanstil« ohnehin nicht als negativ an, ganz im Gegenteil: Die Spalten eines Heftromans tragen dazu bei, dass es kurze Absätze gibt. Das wiederum sorgt dafür, dass Beschreibungen kurz sein müssen und sich auf das Nötige beschränken – ausufernde Landschaftsdarstellungen wird man also eher im historischen Roman finden und in der Fantasy, nicht aber im Heftroman. Ebenso kurz müssen Dialoge sein, flott zu lesen und die Handlung vorantreibend.

Viele erfolgreiche Romanautoren arbeiten nach denselben Prinzipien: kurze Beschreibungen, knappe Dialoge. Ich meine damit nicht nur Krimi-Klassiker wie die von mir verehrten Raymond Chandler oder Georges Simenon – auch moderne Bestsellerautoren wie Dan Brown machen nichts anderes.

Kurze Absätze, schnelle Dialoge, knappe Beschreibungen – und dennoch immr alles unterbringen, Gefühle darstellen und Personen klar beschreiben: Das ist eine Kunst, die nicht jeder Autor beherrscht. »Gelabert« wird in heutiger Literatur schließlich genug.

Ich bin froh, dass wir bei PERRY RHODAN heutzutage eine stilistische Bandbreite haben, die ihresgleichen sucht. Ein Hubert Haensel oder ein Leo Lukas unterscheiden sich in ihren Romanen sehr – man kann sofort einen klaren Unterschied in Sprache und Stil ausmachen. Beide sind sie Meister der Verknappung, beide können sie aber auch ausführlicher werden; ein Taschenbuch bietet schließlich mehr Raum und Platz.

Auch ein Wim Vandemaan, ein Christian Montillon oder eine Michelle Stern unterscheiden sich sehr. »Deutschtechnisch«, um eines meiner Lieblingswörter zu zitieren, kann man ihre Romane nicht von allgemeinen Bestsellern unterscheiden, die im Taschenbuch oder Hardcover gedruckt werden. Und die verknappte Sprache, zu der ein Heftroman zwingt, macht mir immer wieder Spaß.

Ich liebe Heftromane. Vor allem, wenn sie richtig gut sind!

02 August 2017

Die Gewitterschmiede

Was mir an Romanen von Michael Marcus Thurner immer wieder gefällt: Der Autor bemüht sich um eigene Sichtweisen auf das PERRY RHODAN-Universen, bringt neue Aspekte ein und erweitert so unser Perryversum. Nicht alle seine Ideen können dabei allen Leuten gefallen – aber grundsätzlich steht er damit in einer sehr guten Tradition seit den frühesten Bänden der Serie.

Das zeigt sich auch in seinem Roman »Die Gewitterschmiede«, der in der kommenden Woche mit der Bandnummer 2921 in den Handel kommt. Mir gefiel vor allem, dass er den Epsalern neue Details hinzufügte. Das terranische Kolonialvolk zählt seit der klassischen Scheer-Zeit zum »Inventar« der Serie – dass es aber die Leitlinien der sogenannten Nochurna gibt, war mir bislang unbekannt.

In seinem Roman stellt der Autor diese Leitlinien vor, verpackt in eine spannende Handlung mit viel Action und einer überraschenden Erkenntnis am Ende. Das macht er so interessant, dass zumindest ich mehr über die Nochurna und den Planeten Epsal lesen möchte. Schauen wir mal, wann sich dazu erneut Gelegenheit bietet ...

01 August 2017

Ein Zweites Solares Imperium?

Ein Logbuch der Redaktion

Perry Rhodan und seine Gefährten haben in der fernen Galaxis Sevcooris eine Reihe von seltsamen Begegnungen; das Goldene Reich wartet mit vielen Überaschungen auf. Dass man in einer Sterneninsel, die über hundert Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt ist, auf unterschiedlichste Lebewesen stößt, die nicht gerade sehr menschenähnlich sind, dürfte die Terraner dabei nicht überraschen.

Anders ist es aber, wenn man auf Menschen trifft. Oder Lebewesen, die Menschen komplett ähnlich sehen. Gemeint sind die Gäonen, über die Perry Rhodan anfangs wenig weiß, die er aber im Verlauf der nächsten Romane immer besser kennenlernt.
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Ohne zu viel zu verraten: Weil die Gäonen so menschenähnlich sind, lassen sich entsprechende Konflikte gar nicht vermeiden ...

Das zeigt sich schon im ersten Band der Trilogie, die von den Autoren über das Zweite Solare Imperium verfasst worden ist. Von Leo Lukas stammt der Roman »Die besseren Terraner«, der die Bandnummer 2920 trägt und am 4. August 2017 in den Handel kommt. Der Autor wirft einen ersten Blick auf die Gäonen, ihre Kultur und vor allem ihre Weltsicht.

Nicht nur die Gäonen spielen in diesem Roman eine Rolle, auch andere Völker in ihrer Heimat werden erwähnt. Sie alle haben sich in einem Kugelsternhaufen angesiedelt, der außerhalb von Sevcooris liegt. Perry Rhodan bekommt bei seiner Mission einen ganz speziellen Blick auf die Situation in diesem Kugelsternhaufen; er trifft auf Gäonen und lernt sie besser kennen.

Ebenfalls mit den Gäonen beschäftigt sich Michael Marcus Thurner im darauf folgenden Roman. Dass der Autor – ganz nebenbei – sich noch Gedanken über die Kultur der Epsaler machte und man dazu einiges lesen kann, hat mich gefreut. Als »Altleser« finde ich es schön, wenn die längst bekannten Kulturen der Milchstraße einige neue Facetten erhalten.

In »Die Gewitterschmiede«, so der Titel von Band 2921, geht es allerdings vor allem um einen bestimmten Gäonen. Vordergründung erzählt der Autor eine Geschichte von Flucht und Verfolgung, er liefert Action und packende Kämpfe; darüber hinaus erfahren die Leser aber mehr über die Pläne des Zweiten Solaren Imperiums.

tl_files/comic/images/cover/erstauflage/2922tibi.jpgDen Abschluss der Trilogie bildet ein Roman von Uwe Anton, der den schönen Titel »Die Nacht der 1000« trägt und am 18. August 2017 erscheint. Wer mit der PERRY RHODAN-Serie vertraut ist und die Bandnummer 2922 liest, könnte auf einen möglichen Grund für diesen Titel kommen: Tausend Bände zuvor feierte der Autor seinen Einstand in der Serie – es gibt also einige Gründe, diese lange und erfolgreiche Mitarbeit mit einem Fest zu begehen.

Aber selbstverständlich hat dieser Titel auch eine inhaltliche Begründung. Sie hat etwas mit den Thoogondu zu tun, bei denen die sogenannte Nacht der 1000 eine große Bedeutung hat, sowohl kultureller als auch politischer Art. Wenn Perry Rhodan an dieser Nacht teilnimmt, weil ihn die Organisatoren auf jeden Fall dabei haben möchten, heißt das allerdings nicht, dass der Terraner jegliche Vorsicht beiseite schiebt ...

Die drei Romane um das Zweite Solare Imperium prägen den Sommermonat August – zumindest für die PERRY RHODAN-Leser. Und ich denke, die von den Autoren präsentierte Erweiterung des Serienkosmos wird für einige Diskussionen sorgen.