22 Oktober 2017

Eigentlich Controlling ...

Was macht der Redakteur am Sonntag? Er sitzt am Computer, guckt in den Regen und schaut sich Zahlen an. Kein Witz: Es ist gut vier Wochen her, seit ich mit den Controllern aus der »obersten Etage« unseres Konzerns zusammengesessen bin. Wir diskutierten über Zahlen und legten die Planung für das Jahr 2018 fest.

Seither nehme ich mir vor, diese Beschlüsse zu verschriftlichen – damit ich hinterher auch noch weiß, was wir eigentlich besprochen haben und damit ich es meinen Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion sagen kann. Es handelt sich hier ja nicht um Geheimwissenschaften, sondern um wichtige Informationen für unsere Jahresplanung.

Aber es gibt ja so viele Dinge, die wichtiger sind ... Immer ... Und Zahlen interessieren mich privat gar nicht. Ich lese lieber Manuskripte (aktuell: Kai Hirdt und Michael Marcus Thurner) und Ideenpapiere (aktuell: Andreas Eschbach). Aber ich fürchte, dass ich um die Controller-Zahlen nicht herumkommen werde ...

20 Oktober 2017

Das Paradies wird hundert

Ein Logbuch der Redaktion

Über meine Begeisterung für die Fan-Szene und ihre Aktivitäten schreibe ich seit vielen Jahren. Der Grund liegt auf der Hand: Ich selbst komme aus dem Fandom – wie die Szene eigentlich genannt wird – und habe dort viele Erfahrungen gesammelt. Bis heute mag ich Fanzines und Cons, Stammtische und Lesergeschichten.

Deshalb freue ich mich besonders, wenn ein Club sein Jubiläum feiern kann oder wenn ein Fanzine einen »runden Geburtstag« hat. Das aktuelle Beispiel ist im August 2017 erschienen; ich meine das Club-Fanzine »Paradise«. Gelesen habe ich das Werk während einer langen Zugfahrt. Allerdings schaffte ich nicht alles – das Fanzine umfasst unglaubliche 176 Seiten.

img_5044.jpgUnd weil ich das Fanzine las, schaute ich ein wenig in die Vergangenheit. Laut meiner Übersicht, die ich irgendwann vor vielen Jahren angefangen habe, meldete sich im Frühjahr 1993 ein junger Science-Fiction-Fan bei mir. Er hieß Thomas Straubhaar und kam aus Burgkirchen, er rief einen Club ins Leben und startete gleich mit drei Fanzines.

Den »Terranischen Club EdeN« – das »EdeN« steht für »Erben der Nacht« – stattete er mit einigen ungewöhnlichen Details aus: So sollten die Mitglieder untereinander vor allem über spezielle Namen kommunizieren. Man schrieb also nicht als »Klaus«, sondern beispielsweise als »Lemy Danger«; man nannte sich nach Figuren aus der PERRY RHODAN-Serie oder erfand gleich einen eigenen Begriff.

Das fand ich originell, das gab es in der Form noch nicht. Den neuen Club beobachtete ich also interessiert. Ich schrieb in den PERRY RHODAN-Clubnachrichten nicht nur einmal über die unterschiedlichen Projekte, und ich bekam mit, wie er seine Aktivitäten ausweitete.

Die Zeit war noch nicht reif für umfangreiche Online-Aktivitäten; die meisten Menschen hatten nicht einmal einen Internet-Anschluss. Also war das Veröffentlichen von Fanzines und anderen kleinauflagigen Heften durchaus üblich und die einzige Möglichkeit, ein Publikum zu erreichen.

Thomas Straubhaar war besonders rege, was seinen »Output« anging. Die erste Ausgabe von »Ritter der Nacht« kam im März 1993, die erste Ausgabe von »Paradream« folgte im April, und im Juli 1993 veröffentlichte er die erste Ausgabe von »Paradise«. In jener Zeit gab es eine wahre Welle an neuen und aktiven Clubs, aus denen Fanzines und weitere Aktivitäten hervorgingen.

Die meisten der neuen Clubs und Fanzines gingen rasch den Weg des Zeitlichen, der »TCE« und sein »Paradise« hielten durch. Bis heute ... Der Clubgründer ist längst nicht mehr an Bord. Recht früh übernahmen andere Fans das Ruder des Clubschiffes und hielten es seitdem auf Kurs; es gibt verschiedene Kontinuitäten, die erhalten geblieben sind – und das finde ich richtig gut.

Der Club veröffentlichte zahlreiche Hintergrundbände zu PERRY RHODAN, seine Mitglieder wirkten an Veranstaltungen mit und waren sonstwie aktiv. Sie schrieben Fan-Romane, bereicherten so die Fan-Szene mit ihren Aktivitäten. Und das »Paradise« bündelt das alles bis heute.

Die aktuelle Ausgabe zeigt das: Sie enthält zahlreiche Glückwünsche zum Jubiläum, ebenso Kurzgeschichten und Grafiken, Buchbesprechungen und allerlei Berichte, ein Sammelsurium an Themen, die durch die Begeisterung für Science Fiction und Fantasy zusammengehalten werden. Autoren wie Hubert Haensel oder Uwe Anton trugen ebenso Texte zu der Ausgabe bei wie zahlreiche Aktivisten aus der Fan-Szene.

Ich bin echt beeindruckt: Wenn ein Club-Fanzine seine Ausgabe 100 erreicht, ist das Grund genug, ein Jubiläum zu feiern. Ich hebe also mein – leider völlig fiktives – Glas mit leckerem Vurguzz auf ein außergewöhnliches Jubiläum!

19 Oktober 2017

Clark Darlton und der Schwarm

Dass das Thema des Schwarms in der PERRY RHODAN-Serie auch für die Autoren von großer Faszination war, liegt auf der Hand: Ein riesiger Sternenschwarm aus Tausenden von Welten, der hilft, die Intelligenz im Universum zu verbreiten – was für eine Idee! Vor allem Clark Darlton, der sich schon früh dafür interessiert hatte, wie sich die Kultur auf der Erde verbreitet hatte, schien Feuer gefangen zu haben.

Zumindest deutet das eine schriftliche Notiz an, die er am 2. Juli 1971 verfasste und in die Redaktion schickte. Er stellte seine Überlegungen zum Schwarm in den Raum, brachte bereits das Wort Superintelligenzen aufs Blatt und machte sich weitergehende Gedanken.

In seinem Konzept ging er davon aus, dass die »Heimlichen Herrscher« – der Begriff Cyno war zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht bekannt – über Jahrtausende hinweg die Menschheit gefördert hatten: »Sie benötigen Hilfe, wenn es so weit ist.«

Clark Darlton blieb bei seinem Arbeitspapier, das sich auf die Autorenkonferenz vom 2. Juni 1971 bezog, übrigens sehr höflich und zurückhaltend: »Vielleicht ist dieser oder jener Satz zu gebrauchen und gibt eine Anregung.«

18 Oktober 2017

Kampf um Quinto-Center

Ich gestehe: Im Vorfeld haben wir um die Romane ganz schön gerungen, wir waren uns da anfangs nicht einig. Doch die Idee der Exposéautoren setzte sich durch – sie wollten, dass wir Quinto-Center zu einem wichtigen Schauplatz der laufenden PERRY RHODAN-Handlung machen.

So ist es nun geschehen. Diese Woche erscheint »Kampf um Quinto-Center« von Verena Themsen; der Roman trägt die Bandnummer 2931 und wird von einem klassischen Titelbild von Alfred Kelsner geziert.

Bei diesem Roman stimmte für mich alles: Ich fand das Manuskript schon richtig spannend – obwohl ich durch die Lektüre des Exposés genau wusste, was passieren würde. Wie die Autorin die verschiedenen Figuren zeichnet, wie sie die Spannung aufbaut, wie sie Quinto-Center selbst in Szene setzt – das ist großes Kino. Zumindest für mich.

Allein schon die Begriffe: Türöffner ... Verdunkler ... Fremdenführer ...

17 Oktober 2017

Wie wird man eigentlich Teamautor?

Eine Frage, die mir tatsächlich im Verlauf des Wochenendes mehrfach gestellt wurde: Wie kann man PERRY RHODAN-Autor werden? Oder PERRY RHODAN-Autorin? Dass es dafür keine Standard-Antwort gibt, liegt hoffentlich auf der Hand – ich möchte dennoch einige Hinweise geben.

Wir schauen uns sehr genau an, was sich in der »Szene« tut: Wer veröffentlicht in Fan-Zeitschriften, wer schreibt eigene Romane, wer arbeitet für andere Verlage in vergleichbaren Serien? Gelegentlich sprechen wir jemanden an und fragen diese Person, ob sie Lust und Zeit hätte, für uns zu arbeiten. Aus einer solchen Frage wird manchmal etwas, manchmal aber auch nicht.

Das ist der eine Weg. Leo Lukas sagte einmal: »Bei PERRY RHODAN wird man berufen.« Man kann sich allerdings auch bewerben; das ist der andere Weg.

Hilfreich ist hierbei ein aussagekräftiges Manuskript, aus dem hervorgeht, was der Autor oder die Autorin eigentlich kann; Science Fiction wäre noch hilfreicher. Ein höfliches Anschreiben zählt irgendwie ebenfalls dazu. Wir schauen uns alle Manuskripte an, die bei uns eintreffen – leider dauert es manchmal, bis eine Antwort kommt. (Die aktuellen Manuskripte für die laufenden Serien gehen selbstverständlich vor.)

Grundsätzlich sieht es derzeit so aus, dass wir ein PERRY RHODAN-Autorenteam haben, ebenso ein Team für PERRY RHODAN NEO. Wir suchen nicht händeringend nach neuen Kolleginnen und Kollegen. Aber man weiß ja nie ...

16 Oktober 2017

Abgrund unter schwarzer Sonne

In den fünfeinhalb Jahrzehnten ihres Bestehens hatte die PERRY RHODAN-Serie immer wieder Phasen, die von den Lesern als »abgefahren« angesehen wurden. Eine davon spiegelt sich im Silberband 140 wieder. Dieser erscheint offiziell im November, aber ich erhielt heute schon mal ein Vorabexemplar aus der Druckerei.

In »Abgrund unter schwarzer Sonne« geht es weiter um die Endlose Armada. Verschiedene Gruppierungen versuchen, die Vorherrschaft über diese gigantische Ansammlung von Raumschiffen zu erringen. Dabei spielt der geheimnisvolle Loolandre – das Herz der riesigen Flotte – eine Rolle, ebenso aber auch Sato Ambush, ein geheimnisvoller Mann.

Ebenso eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt Perry Rhodan: Die Jugend des Terraners wird erzählt. Man erfährt mehr über seine Familie und seine Herkunft.

Ich weiß noch gut, wie faszinierend ich das in den frühen 80er-Jahren fand. Und als ich heute in diesem Buch blätterte, fand ich das erneut faszinierend.

Es sind Ideen, die für die damalige PERRY RHODAN-Serie neu und ungewöhnlich waren. Was war ein Pararealist, was hatte die Jugend von Perry Rhodan mit alledem zu tun? Und was geschieht, wenn eine Clansmutter sterben sollte?

15 Oktober 2017

Auf dem BuchmesseCon 2017

Es gehört zur guten Tradition, dass die PERRY RHODAN-Serie auch auf dem BuchmesseCon vertreten ist. Von der Redaktion waren diesmal Madlen Bihr und Klaus N. Frick anwesend, Kai Hirdt vertrat das PERRY RHODAN-Autorenteam, und Oliver Plaschka sowie Madeleine Puljic setzten Akzente für PERRY RHODAN NEO. Darüber hinaus waren Clubs anwesend, die ihre Publikationen verkauften und unsere Serie präsentierten.

Mit Madlen Bihr traf ich gegen halb drei Uhr in Dreieich ein. Das Team des BuchmesseCons hatte das Areal noch weiter ausgeweitet; das komplette Bürgerzentrum schien in der Hand der Phantastik zu sein. Laut Veranstalter waren 650 Besucher anwesend, was ich sofort glaubte.

Viele Kleinverlage präsentierten sich; die Szene professionalisiert sich immer weiter. Wir führten Gespräche mit Autoren, Zeichnern und Verlegern – hierfür ist der BuchmesseCon hervorragend geeignet.

Zum eigentlichen PERRY RHODAN-Programmpunkt setzten sich Madeleine Puljic, Kai Hirdt und ich aufs Podium. Fragen aus dem Publikum beschäftigten sich mit den Planetenromanen, der laufenden Erstauflage und PERRY RHODAN NEO; wir gaben uns Mühe, alles so gut wie möglich zu beantworten.

Für mich als Redakteur war's wie immer eine gelungene Veranstaltung, bei der ich die Chance hatte, mit vielen Leuten zumindest kurz zu sprechen. Längere Unterhaltungen sind bei einem BuchmesseCon ja leider Mangelware – aber das lässt sich bei so vielen Menschen auch kaum bewerkstelligen.

14 Oktober 2017

Das Galaktische Forum 2017

Zum zweiten Mal wurde das Galaktische Forum im Musikclub Elfer in Frankfurt-Sachsenhausen ausgetragen. Veranstalter waren an diesem Freitagabend, 13. Oktober 2017, die Verlage Fischer-Tor und Droemer-Knaur, eingeladen waren Autoren, Blogger und Verlagsleute aus der Science-Fiction- und Fantasy-Szene. Wieder einmal war es eine sehr angenehme Party, die wegen des schönen Wetters zu einem großen Teil auf die Straße verlagert wurde.

Aus dem PERRY RHODAN-Umfeld waren Madeleine Puljic, Kai Hirdt, Robert Corvus und Oliver Plaschka anwesend – wir hätten also glatt eine NEO-Besprechung machen können. Gesprochen wurde über alle Themen, tatsächlich diskutierten wir in unserer kleinen Gruppe über aktuelle Entwicklungen bei PERRY RHODAN NEO. Darüber hinaus wurde fleißig an den jeweiligen Netzwerken gearbeitet ... wie das eben bei einem Branchentreffen so ist.

13 Oktober 2017

Zweiter Messetag im Oktober 2017

PERRY RHODAN auf der Buchmesse in Frankfurt – am heutigen Freitag wird die größte Science-Fiction-Serie der Welt immerhin durch ihren Redakteur vertreten: Ich habe mein Namensschild am Revers, und darauf ist sehr schön das Logo unserer Serie zu erkennen. Das hat den netten Nebeneffekt, dass ich gelegentlich von Menschen angesprochen werde ...

Die ersten Termine an diesem Tag verliefen in angenehmer Atmosphäre. Bei Lübbe-Audio ging es um unsere gemeinsamen Projekte mit Hörspielen und Hörbüchern, bei Lübbe sprachen wir über das demnächst kommende Taschenbuch zu PERRY RHODAN-Trivid und mögliche weitere Konzepte.

Diese vielen Gespräche mit den Kollegen und Kolleginnen in den unterschiedlichen Verlagen prägen für mich in jedem Jahr die Messe – so auch 2017. (Ach ja: Das Bild stammt von Philine-Marie Rühmann, die an diesem Tag leider nicht auf der Messe weilt.)

12 Oktober 2017

Erster Messetag im Oktober 2017

Zum dritten Mal hintereinander bin ich in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse, ohne dass es einen Messestand für PERRY RHODAN gibt. Das ist ungeschickt, weil ich keinen »festen Platz« habe. Es ist aber gleichzeitig stressfreier, weil ich zwischen den Terminen meine Ruhe finden kann, sofern ich das möchte.

Der erste Messsetag – also der Donnerstag, 12. Oktober – verlief so, wie ich es erwartet hatte. Mit meiner Kollegin Philine-Marie Rühmann fuhr ich mit der Bahn nach Frankfurt. Weil wir gut geplant hatten, konnten wir uns erst einmal Teile der Messe in Ruhe anschauen, bevor wir uns trennten: Sie kümmerte sich um Termine, in denen es um E-Books oder digitales Marketing ging.

Meine Aufgabe war wieder einmal, mich mit den Partnern aus anderen Verlagen zu treffen. So saß ich beispielsweise mit den Kollegen von Edel Germany zusammen, um mit denen die aktuelle Situation zu besprechen: Wo stehen die PERRY RHODAN-Hardcover, wie geht es der sogenannten Platin Edition?

Zu weiteren Gesprächen besuchte ich andere Verlage. Man kann bei solchen Terminen nie sagen, ob sie erfolgreich waren oder nicht – das erweist sich oft erst Jahre später. Eine Buchmesse ist eine wichtige Veranstaltung, weil wir bei solchen Terminen mit den Kollegen aus anderen Verlagen manchmal nur plaudern und eben nicht wissen, was irgendwann aus einem solchen Informationsgespräch wird.

11 Oktober 2017

Die Posbis als Silber-Edition

In den vergangenen Wochen schwelgte ich in den Anfängen meiner PERRY RHODAN-Leserzeit: Es ist verdammt lang her, seit ich die Romane gelesen habe, in denen die Terraner und Arkoniden auf die Posbis stoßen und die Roboter mit der Frage »Seid ihr wahres Leben?« zu einer riesigen Gefahr für die Milchstraße werden. Die Silber-Edition 16, die es seit einiger Zeit in Form von schönen MP3-CDs gibt, fasst diese Geschichten wunderbar zusammen, und Josef Tratniks Stimme liefert den idealen »Soundtrack« dafür.

Man muss das klar sehen: Die Romane, die für dieses Hörbuch als Grundlage dienten, wurden vor über rund fünfzig Jahren geschrieben. Seither weiß man mehr über Computer und Roboter, auch ein Laie wie ich. Viele Ideen von damals wirken heute deshalb antiquiert.

Das ändert nichts daran, dass die Geschichten spannend sind. Die geheimnisvollen Roboter, die buchstäblich aus dem Nichts auftauchen, und die Terraner, die verzweifelt versuchen, die bewohnten Welten zu beschützen, sind Kontrahenten, die sich praktisch nicht verstehen können. Dass die Menschen trotzdem versuchen, immer wieder zu einer Einigung zu kommen, finde ich auch heute noch faszinierend.

Mir hat die Zeitreise in die Frühzeit des Solaren Imperiums große Freude bereitet. Das schmälert nicht meine Freude an den aktuellen Romanen – die Klassiker haben nach wie vor einen großen Charme!

10 Oktober 2017

Die Sterne warten

Während Hubert Haensel an seinem Roman schrieb, den wir diese Woche unter dem Titel »Die Sterne warten« veröffentlichen werden, wechselten wir mehrere E-Mails. Dabei ging es um die Inhalte des Romans, wir tauschten einige Ideen aus.

Der Autor hatte nämlich ein Exposé erhalten, in dem er ausdrücklich die Erlaubnis hatte, einige Dinge an seiner Hauptfigur zu ändern. Das hat er gemacht, und das wertet den Roman deutlich auf. Ich werde an dieser Stelle sicher nicht verraten, um was es sich handelt – aber viele der schönen Ideen in diesem Roman hat sich der Autor ausgedacht, während er die Geschichte verfasste.

In dem Roman taucht eine »Heldengruppe« auf, die mir gut gefallen hat, eigenständige Charaktere, die nicht immer einer Meinung sind und die sich zusammenraufen müssen. Vor allem angesichts der Herausforderungen, vor denen sie stehen, ist es sicher nicht einfach für sie, einen Weg für sich und ihre Zukunft zu finden. Ich fand das spannend, und wie immer finde ich nun spannend, wie die Leser darauf reagieren werden ...

09 Oktober 2017

Neues Infoblatt auf vier Seiten

Immer wieder entwickelt unsere Marketing-Abteilung –  in diesem Fall Klaus Bollhöfener – neue Wege, um auf die PERRY RHODAN-Serie aufmerksam zu machen. In jüngster Zeit waren diese Wege häufig digital, das aktuelle »Produkt« wurde allerdings ganz klassisch gedruckt. Es soll auf Messen und anderen Veranstaltungen unter die Leute gebracht werden.

Der Kollege setzte diesmal auf eine bewusst einfache Lösung: ein vierfarbig und beidseitig bedrucktes A4-Blatt, das nur wenige Informationen enthält, keine Inhalte im großen Umfang vermittelt, sondern vor allem neugierig auf die Welt von PERRY RHODAN sowie die Produktvielfalt machen soll. Dabei ging er davon aus, dass die meisten Menschen im deutschsprachigen Raum sowieso einen Internet-Zugang haben und sich die weiteren Informationen gern online besorgen – wer mag, kann zudem ein gedrucktes Infopaket anfordern.

Mir gefällt das neue Infoblatt sehr gut: Es ist kompakt und sieht gut aus. Wer sich intensiver mit unserer Serie beschäftigen will, kann das dann mit »Die Welt des PERRY RHODAN« machen oder schaut sich unsere Internet-Seite an. Informationen für verschiedene Bedürfnisse also ...

08 Oktober 2017

Die Poster-Collection mit Schulz-Motiven

Dirk Schulz ist einer von derzeit vier Künstlern, die das optische Gesicht der PERRY RHODAN-Serie prägen. Seine Titelbilder sind stets eindrucksvoll; sie zeigen Aliens und Menschen, Raumschiffe und phantastische Landschaften, ruhige Szenerien oder knallige Action. Sie sind aber nie langweilig, und sie kommen bei den Lesern gut an.

Im September 2017 veröffentlichten wir deshalb eine Poster-Collection, die ausschließlich Motive von Dirk Schulz präsentiert: in einer schönen Mappe in richtig gutem Druck. Die Mappe ist streng limitiert und  schmückt jede PERRY RHODAN-Sammlung. (Ich habe sie bei mir daheim ins Bücherregal gestellt – zwischen Comics und Kunstbände.)

Dass es die Mappe nur in unserem Shop gibt und nicht im »öffentlichen Handel«, hat seine Gründe. Einer liegt auf der Hand: Wir wollen in unserem Shop auch exklusive Produkte anbieten und mal testen, was bei den Lesern ankommt. 

Der andere Grund: Ich glaube, für eine solche Mappe gibt es kein großes Publikum. Würde man sie auch über andere Online-Händler anbieten, fände sie nicht so viele Interessenten.

Aber schauen wir mal. Für den Herbst 2017 ist die Poster-Collection ein schöner Testballon. Es wird nicht der letzte gewesen sein ...

07 Oktober 2017

Protokolle und Feedbacks

Was macht der PERRY RHODAN-Redakteur am Samstag? Er schläft aus, er geht einkaufen, und er setzt sich an den Computer.

Der einfache Grund: Da der 2. Oktober ein »Brückentag« war und der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit sowieso arbeitsfrei, bestand diese Woche aus drei Arbeitstagen. Es ist in solchen Fällen nicht möglich, alles zu schaffen, was eigentlich zu erledigen ist.

Also wird am Samstag ein wenig geschrieben: Es gab im Verlauf der Woche eine Reihe von Besprechungen – etwa mit dem Vertrieb –, die notiert werden sollten; das ist für die Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung schließlich nicht unwichtig.

Und es sind Feedbacks zu verschicken: Hat ein Autor oder hat eine Autorin einen Roman oder ein Exposé eingereicht, erhalten sie üblicherweise eine Reaktion. (Gelegentlich wird telefoniert, meist wird gemailt.)

Aber seien wir ehrlich: Es gibt schlimmere Dinge, die man am Samstag machen muss ... Der Gedankenaustausch mit Autoren macht ja schließlich Spaß!

06 Oktober 2017

Die »SOL« wurde 87

Ein Logbuch der Redaktion

Zwei Schwerpunkte prägen die aktuelle Ausgabe der »SOL«, deren Lektüre ich am Wochenende endlich beendet habe. Das eindrucksvolle Titelbild, das sowohl den Arkoniden Atlan in starker Verfremdung als auch einen kosmischen Hintergrund zeigt, zeigt schon eines der wichtigen Themen der Ausgabe 87. Christina Hacker als Redakteurin hat eine bunte Mischung zusammengestellt.

Es geht auf der einen Seite um die PERRY RHODAN-Tage in Osnabrück, während die ATLAN-Serie den zweiten Schwerpunkt ausmacht. Das Magazin der PERRY RHODAN-FanZentrale erweist sich auch damit als gelungene Zeitschrift, die ich – wie so oft – allen PERRY RHODAN-Lesern mit Spaß an Hintergründen empfehlen kann.

Da ich den Con in Osnabrück nicht besucht hatte, fand ich es besonders interessant, die Berichte zu lesen. Die Autoren der einzelnen Artikel legen im aktuellen Heft unterschiedliche Schwerpunkte: Es gibt das nüchterne Protokoll der Mitgliederversammlung, während sich andere Texte eher den unterhaltsamen Teilen der zweiten PERRY RHODAN-Tage in Osnbrück widmen. So erhalten die Leser, die den Con nicht besucht haben, trotzdem einen schönen Eindruck – gefällt mir gut.

Im zweiten Schwerpunkt-Thema halten sich Hintergrundberichte etwas zu Atlans Namen und literarische Texte die Waage. Am interessantesten sind allerdings die Interviews, die diese »SOL«-Ausgabe besonders prägen.

Ich fand das Interview mit Atlan höchstpersönlich durchaus witzig, es ist natürlich augenzwinkernd zu verstehen. Der ehemalige Kristallprinz und Lordadmiral äußert sich zu allerlei aktuellen Fragen – das ist dann gewissermaßen Meta-Journalismus und für Freunde der beliebten Romanfigur sicher ein großer Spaß.

Ernsthafter ist das Interview mit Rüdiger Schäfer. Der Autor fing vor rund dreißig Jahren mit der ATLAN-Fanzine-Serie an, sich schriftstellerisch im Perryversum zu bewegen – dass er irgendwann die Exposés zu PERRY RHODAN NEO schreiben würde, konnte er sich damals sicher nicht vorstellen. Der Autor gibt lesenswerte Einblicke in seine Arbeit, die nicht nur die NEO-Fans interessieren dürften.

Das spannendste Interview für die Leser dürfte allerdings das mit Sabine Kropp sein. Die Redakteurin, die jahrelang für die ATLAN-Serie und all ihre Ableger verantwortlich war – sie kümmert sich derzeit um PERRY RHODAN-Olymp und die Buchausgaben –, gibt nicht nur Auskunft über ihre Arbeit und ihre berufliche Laufbahn, sondern erzählt ein wenig aus ihrem privaten Umfeld.

ATLAN-Kurzgeschichten, Artikel zur Serie, kritische Berichte, weitere Informationen und Club-Interna vervollständigen die Ausgabe. Die 64 Seiten sind professionell gestaltet, die Texte sind allesamt gut zu lesen – damit wurde eine gelungene Mixtur aus Information und Unterhaltung geschaffen.

Die »SOL«-Ausgabe 87 ist wieder einmal sehr lesenswert. Mitglieder der FanZentrale erhalten sie im Rahmen ihres Beitrages kostenlos; andere können sie über den SpaceShop bestellen.

05 Oktober 2017

Mehr Witz in den Perry?

In den frühen Nuller-Jahren, bei einer der Besprechungen in Sachen PERRY RHODAN-Film: Robert Feldhoff als Exposéautor der Serie, Eckhard Schwettmann als Verlagsleiter und ich als Redakteur nahmen an einer großen Konferenz teil, zu der unter anderem Drehbuchautoren und Designer geladen waren. Diskutiert wurde sehr allgemein über die Zukunft der PERRY RHODAN-Serie und eine noch zu drehende Fernsehserie.

»In den Romanen ist viel zu wenig Humor«, sagte irgendwann ein bekannter Drehbuchautor in der Runde. »Da müssen viel mehr Witze rein.«

Auf meine Rückfrage, wie er sich das denn vorstelle, erläuterte er es mir: »Ihr schickt mir das Manuskript zu, ich schreib euch zwei, drei, vielleicht auch vier witzige Szenen rein, dann schicke ich euch das Manuskript zurück, und ihr könnt es drucken. Ganz einfach.«

Robert Feldhoff starrte mich entsetzt an, mir wurde heiß und kalt zugleich. Ich stellte mir gerade vor, wie erfahrene Kollegen – etwa H. G. Francis oder Ernst Vlcek – darauf reagieren würde, wenn man in ihre Romane »witzige Szenen« hineinschriebe, ohne sie groß zu fragen.

Eckhard Schwettmann, ganz der Marketingmann, fand die Idee besser: »Lass uns das mal ausprobieren«, schlug er vor. »Wir können da einen Probelauf machen. Mehr Humor würde der PERRY RHODAN-Serie ja wirklich gut tun.«

Die Diskussion ging eine Weile hin und her. Wie so vieles, was in diesen Tagen besprochen wurde, verlief dieses Projekt im Sand, und zwar in einer derartigen Geschwindigkeit, dass man kaum hinterherschauen konnte. Bereits eine Woche danach war das Thema erledigt; niemand fragte mehr danach. Und Robert sowie ich waren heilfroh ...

04 Oktober 2017

Im Nichts gestrandet

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Sommer 1994 verging praktisch keine Woche, in der ich nicht mit Peter Terrid telefonierte. Mal musste ich mit dem Kollegen aus Köln sprechen, weil er mit einem Abgabetermin im Verzug war, dann wiederum ging es um den Besuch bei einem Con oder um eine neue Idee, die er unbedingt mit mir besprechen wollte.

Er las wissenschaftliche Fachzeitschriften und populärwissenschaftliche Bücher, was immer wieder in Anrufen gipfelte, die mit »Ich hab da was gelesen« begannen. Zu den Ideen, die er unbedingt in die Serie einbringen wollte, zählten ein neuer Titel für Perry Rhodan und seine Gefährten, oder neue kosmologische Themen.

Bei einem Anruf ging es allerdings um eine spezielle Figur. »Erinnerst du dich an Lhoreda?«, fing er an.

Ich wusste, wen er meinte. Die Kriminalistin Lhoreda Machecoul hatte der Autor bereits in dem Roman »Traumschiff der Sterne« auftauchen lassen. Der Weltraum-Krimi hatte mir gut gefallen und war auch in Fan-Zeitschriften positiv besprochen worden.

»Was willst du mit ihr machen?«, fragte ich. »Die sitzt doch auf der EMPRESS OF THE OUTER SPACE fest.«

Genau das sei sein Ziel gewesen, von Anfang an. Peter Terrid erinnerte mich an unser erstes Gespräch über das »Traumschiff«, das ich leider zum Teil bereits vergessen hatte. Er hatte damals laut darüber nachgedacht, eine Fortsetzung zu schreiben. »Ich hab mir schon etwas dabei gedacht, als ich das Schiff Ende 1199 NGZ hab starten lassen«, fügte er nicht ohne Stolz hinzu.

Klar, er spielte auf die sogenannte Hyperraum-Parese an. In der PERRY RHODAN-Serie erfasst sie zu Beginn des Jahres 1200 NGZ die Welten des Solsystems und weitere Sonnensysteme. Weil in den Toten Zonen, die durch die Parese entstehen, die fünfdimensionalen Energien nicht mehr genutzt werden können, kommt es zu katastrophalen Ereignissen. Raumschiffe stranden im Hyperraum, die Energieversorgung der Planeten bricht zusammen.

Wir sprachen über die weiteren Möglichkeiten, und ich bat ihn, das ganze in »einen Zweiseiter« zu packen, in ein kurzes Exposé. Das benötigte ich für die weitere Planung: Immerhin musste ich die Titel mit unserem Chefredakteur Dr. Florian F. Marzin besprechen und sie dann – ein wenig aufbereitet – an die Kolleginen bei Heyne weiterleiten, wo der Roman erscheinen sollte.

Wenige Tage später lag ein Exposé im Verlag. »Dieser Roman wird zwar die gleiche Personage benutzen und den gleichen Schauplatz«, verwies Terrid auf »Traumschiff der Sterne«, machte mir aber gleich klar: Es handle sich nicht um eine Fortsetzung, sondern konzentriere sich »auf eine völlig neue und unabhängige Handlung«.

Der Autor wollte seine Handlung damit beginnen lassen, dass »einige Tage nach dem Ende der Hyperraum-Parese« ein schwacher Notruf aufgefangen wird. Diesem folgen die Terraner, und sie finden das Raumschiff: Die EMPRESS OF THE OUTER SPACE, schlicht EOS abgekürzt, ist nur wenige Lichtjahre von der Erde entfernt und treibt havariert im Leerraum zwischen den Sternen. »Als die Retter an Bord gehen, finden sie noch einundsiebzig Überlebende von Besatzung und Passagieren, mehr nicht« – so wollte der Autor in die Handlung einsteigen.

Terrid wollte eine Rahmengeschichte schreiben, in welche er die eigentliche Handlung einbetten wollte. Der Schluss sollte auf Terra spielen: »Am Ende jedenfalls wird das untersuchende Gericht seine Entscheidung zu treffen haben, und es wird die Geschichte der EOS in den Archiven verschwinden lassen, weil sie denen, die davon lesen, schlaflose Nächte bereiten könnte.«

Mir gefiel die Idee mit der Rahmengeschichte nicht so gut. Das war zwar originell, brauchte aber zu viel Platz – der wiederum fehlte dann, wenn der Autor an die wirkliche Story des Romans gehen sollte. Wichtig seien doch die Ereignisse an Bord der EOS, nicht irgendwelche Gerichte oder Ermittler, die sich danach auf der Erde darum kümmern, argumentierte ich.

In seinem Konzept nahm der »wahre Kern« des Romans gerade mal eine halbe Seite ein. Der Autor stellte dar, wie die EOS im Normalfall stranden sollte, ohne jegliche Hyperenergie und ohne jegliche Hoffnung auf Rettung. Die Situation stellte er sich apokalyptisch vor: »Zwar ist man umgeben von allem nur denkbaren Luxus, aber dieser Luxus steht nur zur Verfügung, wenn es auch Energie gibt.« Für Terrid, der politisch und gesellschaftlich sehr interessiert war, sollte diese Parallele zu einer möglichen Zukunft für die Erde mit Absicht gesetzt werden.

In seinem Exposé skizziert er den »verzweifelten und mörderischen Kampf ums Überleben«, und er versprach: »Dabei wird das Geschehen an Bord durchaus Horror-Qualitäten bekommen, und die sollen auch geschildert werden.« Der Serienmörder Daryl Parthenay – ein Mutant mit unheimlichen Fähigkeiten – könnte »unter Umständen« in diesem Geschehen sogar »eine besonders wichtige Rolle spielen«.

Soweit das Exposé und unsere ersten Gespräche. Ich fand die Idee gut, warnte vor allem vor zu viel Brutalität und akzeptierte alles. Auf dem Exposé-Ausdruck notierte ich mit Bleistift »noch mal anrufen – Handlung umstrukturieren«; gleichzeitig aber plante ich den Roman bereits als Band 391 der PERRY RHODAN-Planetenromane ein.

Nachdem ich akzeptiert hatte, ging alles seinen gewohnten Gang. Der Autor legte das Exposé erst einmal zur Seite und kümmerte sich um die laufenden Heftromane. Als der Termin näherrückte, musste er sich beeilen und änderte beim Schreiben die geplante Struktur weiter ab. Mit dem Ergebnis war ich dennoch zufrieden ...

Der Roman kam im Oktober 1995 in den Handel, mit einem dämonisch wirkenden Titelbild von Alfred Kelsner und unter dem geplanten Titel »Im Nichts gestrandet«. Dass 1967 ein PERRY RHODAN-Heftroman von Clark Darlton unter genau diesem Titel erschienen war, wussten weder der Autor noch ich als Redakteur – auf die Idee, das vorher zu recherchieren, kamen wir nicht.

Das Taschenbuch mit der Nummer 391 war ein typischer Terrid-Roman: sehr unterhaltsam, spannend geschrieben, mit ungewöhnlichen Charakteren und schnellen Handlungswechseln ... Ich mochte ihn sehr.

02 Oktober 2017

Wir freuen uns auf den BuchmesseCon!

Seit der BuchmesseCon zum ersten Mal parallel zur Frankfurter Buchmesse veranstaltet wurde, hat er sich sehr verändert. In den 80er-und frühen 90er-Jahren war die Veranstaltung noch eher obskur – ein Treffen für die Freundinnen und Freunde des Gruselromans vor allem –, danach wurde die Veranstaltung breiter angelegt und erschloss sich neue Besuchergruppen.

Heute sehe ich den BuchmesseCon im Prinzip als die Messe der kleinen Verlage im phantastischen Genre. Dort treffe ich viele Autorinnen und Autoren, freie Lektoren und Zeichner, dazu haufenweise Leserinnen und Leser, mit denen ich diskutieren kann – wenn zwischen all den Terminen ein wenig Zeit frei bleibt. Denn mittlerweile hat auch der BuchmesseCon eine »Taktung« mit Terminen, die ich vorher vereinbart habe.

Am Samstag, 14. Oktober 2017, zeigt sich die PERRY RHODAN-Redaktion in Dreieich beim BuchmesseCon. Wie es aussieht, reise ich nicht allein an – und wie es aussieht, sind wir nicht nur zu unserem Programmpunkt vor Ort. Ich freue mich schon sehr auf die vielen Gespräche, die hoffentlich positiv verlaufen.

30 September 2017

Sechs Jahre PERRY RHODAN NEO

Ich gestehe, dass ich selbst ein großer Skeptiker war: Ob die Leser unser Experiment annehmen würden? Als wir am 30. September 2011 mit »Sternenstaub« unsere neue Serie starteten, die wir euphorisch mit PERRY RHODAN NEO betitelten, plante ich nur acht Romane, mehr nicht. Wären wir gescheitert, hätten wir nach diesen acht Romanen problemlos aufhören können.

Das ist jetzt sechs Jahre her. PERRY RHODAN NEO hat sich schön entwickelt, die Serie wuchs in all der Zeit. Frank Borsch steuerte sie über hundert Bände lang, Rüdiger Schäfer und Michael Buchholz zeichneten für 52 Bände verantwortlich, nach Michaels plötzlichem Tod stieg Rainer Schorm in die Exposéarbeit ein.

Für das Lektorat war zuerst Elke Rohwer zuständig, dann lange Zeit Helmut Ehls, seit über zwei Jahren ist es Dieter Schmidt. Was sich nicht änderte, war der Mann, der die Titelbilder gestaltete – es ist seit dem ersten Band Dirk Schulz.

Und so präsentiert sich PERRY RHODAN NEO nach sechs Jahren als eine unterhaltsame Science-Fiction-Serie, die ihre Helden immer weiter hinaus in das Universum führt. Wie in der klassischen Serie auch.

Wäre kein Wochenende, müssten wir im Büro eine Flasche Sekt kippen!

29 September 2017

Am Abgrund der Unsterblichkeit

»Nein, er durfte nicht zulassen, dass der Mausbiber starb.« Das ist einer von vielen Sätzen im achtzehnten Band der PERRY RHODAN-FanEdition, die zeigen, wie dramatisch das Geschehen um Perry Rhodan und seinen Freund Gucky ist. (Wer mehr wissen möchte, der sei übrigens gleich auf die Leseprobe verwiesen ...)

Bereits im vergangenen Jahr ist der Roman »Am Abgrund der Unsterblichkeit« erschienen, verfasst von Christina Hacker. Ich kam leider erst dieser Tage dazu, die Lektüre des Werks zu beenden. Der Roman spielt im Mai 1514 Neuer Galaktischer Zeitrechnung und damit kurz vor den Geschehnissen, die Andreas Eschbach in seinem Roman »Der Techno-Mond« schildert.

Tatsächlich hat die Autorin einen Thriller verfasst, der auf der Erde spielt. Ein unbekannter Täter versucht offenbar nicht nur, Rhodans Freunde anzugreifen, sondern unternimmt auch alles, um seinen Ruf zu untergraben.

Ich fand den Einstieg ein wenig zäh, kam dann aber immer besser in die Handlung hinein: »Am Abgrund der Unsterblichkeit« liefert gelungene Ergänzungen zum größten Science-Fiction-Universum der Welt.

Die Autorin schildert Perry Rhodan durchaus zweifelnd und in Nöten, macht aber immer wieder klar, dass er versucht, seinen moralischen Kurs zu halten. Sie zeigt ihn darüber hinaus als einen Mann, der immer noch zu den Sternen strebt – das hat mir sehr gut gefallen.

(Wer sich für den Fan-Roman interessiert, informiere sich bitte direkt bei der PERRY RHODAN-FanZentrale. Über ihren Space-Shop kann man ihn dann auch kaufen.)

28 September 2017

Auf das Galaktische Forum 2005 geblickt

Während die Buchmesse schnell näherrückt, denke ich häufig an frühere Veranstaltungen zurück: beispielsweise an das Galaktische Forum am 21. Oktober 2005. Dazu luden wir die »Profis aus der Science-Fiction- und Fantasy-Szene« wieder einmal in den Club East in Frankfurt ein, und es kamen auch recht viele Leute vorbei, um mit uns zu feiern.

Wir begannen offiziell um 19.30 Uhr, nach 20 Uhr hielt ich eine Rede, die vor allem dazu diente, das Büffet zu eröffnen. Gegen Mitternacht verließen wir den vorderen Teil des Clubs und zogen uns in den hinteren Teil zurück; da begann nämlich der offizielle Diskotheken-Betrieb. Während die Autoren sich lieber unterhalten wollten, gab's eben  andere Leute, die gern zu Elektromusik tanzten.

Die schöne Mischung aus Autoren, Künstlern, Verlagsleuten und Partnern machte das Galaktische Forum auch in diesem Jahr zu einem Höhepunkt der Buchmesse – zumindest für mich. Auch wenn der Veranstaltungsort einigen zu »dunkel« erschien ...

27 September 2017

Das rotierende Nichts auf französisch

Wenn der riesenhafte Haluter Icho Tolot in Begleitung eines Mannes von der Erde in kosmischen Tiefen unterwegs ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein solches Abenteuer zu illustrieren. Unsere französischen Partner entschlossen sich dazu, auf Band 351 der PERRY RHODAN-Ausgabe im Nachbarland ein technisches Bild zu setzen. Das kann man auch machen, und es kennzeichnet letztlich den Schauplatz des »rotierenden Nichts«.

Das Taschenbuch mit dem Titel »Au bord du néant tournoyan« kommt morgen offiziell in den Handel. Mir liegt bereits das Belegexemplar vor. Wie immer sieht es gut aus.

Meine Kenntnisse der französischen Sprache sind leider sehr oberflächlich, was mir ein wenig peinlich ist angesichts der Tatsache, dass der Verlag praktisch an der Grenze steht. Immerhin lassen sich Begriffe wie »le halutien« oder auch »Monde-aux-Cent-Soleils« trotzdem gut verstehen ...

26 September 2017

Michelle Stern und die Welt des Todes

Ziemlich griesgrämig sieht Reginald Bull auf dem Covermotiv aus, das Swen Papenbrock für den Roman »Welt des Todes« erstellt hat. Der Terraner hat übrigens auch allen Grund dazu: Er muss sich mit einer Gruppe von Individuen mit höchst eigensinnigen Ansichten durch eine Umgebung schlagen, die allerlei Herausforderungen bereithält.

Den Roman verfasste Michelle Stern, es ist der erste Teil eines Doppelbandes. Mir gefielen bei der Manuskript-Lektüre vor allem die Blicke auf eine exotische Lebensform und die Konflikte innerhalb einer Gruppe.

»Bei allen Verträgen!« – das ist der Ausruf in diesem Roman, der mich am meisten erheitert hat. Er charakterisiert nämlich eine Figur in ganz klarer und eindeutiger Weise. Schön gelöst!

25 September 2017

NEO-Lektüre im Intercity Express

Eine Zugfahrt ist optimal dafür geeignet, viele Manuskripte und Exposés durchzuarbeiten. Das merkte ich am heutigen Tag, als ich im ICE zwischen Braunschweig und Karlsruhe saß, von meinen Mitmenschen ziemlich in Ruhe gelassen wurde und schön lesen konnte. Ich hatte einen Packen PERRY RHODAN NEO dabei, Manuskripte von Romanen und Exposés.

Es ging dabei vor allem um den zweiten Teil des großen Andromeda-Abenteuers, das die Autoren derzeit erzählen. Konkret: Ich las Texte aus jener Staffel, die ab Band 161 unsere Leser begeistern sollte.

Die Ideen der Exposéautoren sind kühn; sie verlassen immer weiter die klassische PERRY RHODAN-Serie. Und die Autoren und Autorinnen legen die entsprechenden Manuskripte dazu vor.

Ganz ernsthaft: Ich habe die »Meister der Insel«-Romane geliebt, ich habe sie als Heftroman und als Silberband gelesen, und ich höre sie mir auch als Hörbuch an. PERRY RHODAN NEO greift die alten Mythen auf und macht neue Geschichten daraus. Das finde ich ziemlich cool.

24 September 2017

Tagung zu Andreas Eschbach

Er ist kein typischer PERRY RHODAN-Autor, hat aber als Gastautor mehr Romane geschrieben als manch anderer – die Rede ist von Andreas Eschbach, der zu unserem Universum eine Reihe sehr gelungener Romane und Kurzgeschichten beigesteuert hat. An diesem Sonntag, 24. September, beginnt in der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel eine Tagung zu »Andreas Eschbachs fantastischen Welten«.

Als PERRY RHODAN-Redakteur nehme ich ebenfalls daran teil. Ich werde mir sehr genau anhören und anschauen, was Kolleginnen und Kollegen über den Autor sagen.

Und am Montag spreche ich darüber, welche Romane der Autor für unsere Serie verfasst hat und wie sich das für uns »anfühlt«. Schauen wir mal, wie das wird – solche Tagungen besuche ich nicht so oft, weshalb ich so etwas stets spannend finde.

23 September 2017

Eine EXTRA-Lektüre

Eine Lektüre, die mich dieses Wochenende beschäftigt: Der größte Teil des Mauskriptes jenes Romans ist eingetroffen, aus dem wir im November ein PERRY RHODAN-Extra machen werden. Der Autor hat viel geliefert, ich lese eifrig – dann kann ich ihm zeitnah ein Feedback schicken und gegebenenfalls noch mal darum bitten, dass er Details verändert oder »anpasst«.

Ich finde solche Sonderproduktionen immer wichtig. Klar ist die wöchentliche PERRY RHODAN-Serie unser wichtigstes Produkt, auf die konzentriert sich unsere Arbeit. Aber eine Sonderproduktion, die wir zwischen zwei Miniserien in den Handel bringen, sorgt für Aufmerksamkeit bei den Lesern und bei den Händlern, und es ist bei uns ein zusätzliches Element, mit dem wir neue Dinge ausprobieren können.

Die Ausgabe 16 des PERRY RHODAN-Extra – das Bild hier zeigt natürlich eine andere Version – ist also ein wenig experimentiell für uns. Der Inhalt bleibt allerdings »klassisch«: Es ist ein »echter« PERRY RHODAN-Roman mit bekannten Hauptfiguren und einem Schauplatz, von dem man erstaunlicherweise gar nicht so viel weiß ...

22 September 2017

Das ESA-Kontrollzentrum feierte seinen Geburtstag

Ein Logbuch der Redaktion

Der Freitag, 8. September 2017, hatte es in sich: Die PERRY RHODAN-Serie konnte ihren Geburtstag feiern – der Pabel-Moewig Verlag veranstaltete zufälligerweise an diesem Abend sein Sommerfest –, und auch das Europäische Satellitenkontrollzentrum (ESOC) hatte einen Grund, mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit zu gehen.

Weil ich an dieser Veranstaltung teilnehmen konnte und auch auf der Bühne ein wenig über PERRY RHODAN erzählen durfte, nutze ich die Gelegenheit, das ESOC ein wenig vorzustellen. Eingeweiht wurde das Kontrollzentrum am 8. September 1961. Seitdem hat es sich einen Namen als Europas »Tor zum Weltraum« gemacht.

(Einleitend für diejenigen, die sich bei diesen Abkürzungen noch weniger als ich auskennen: Die Europäische Weltraumorganisation, englisch European Space Agency genannt und ESA abgekürzt, unterhält diverse Zentren in verschiedenen Ländern. Eine davon ist das Europäische Raumflugkontrollzentrum, das mit ESOC abgekürzt wird, was für das englische European Space Operations Centre steht. Darüber hinaus existieren in Deutschland noch das Europäische Astronautenzentrum in Köln sowie das Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen.)

Das heutige Weltklasse-Kontrollzentrum begann seinerzeit als bescheidene Einrichtung. Die Europäische Weltraumforschungsorganisation (European Space Research Organisation, ESRO) beschloss 1963, ihr Datenanalysezentrum im Deutschen Rechenzentrum in Darmstadt einzurichten. Einer der Gründe war: Dort stand ein Großrechner zur Verfügung.

1967 schließlich konnte das ESDAC (European Space Data Analysis Center), wie das Zentrum damals hieß, auf einen eigenen Rechner zurückgreifen und zog in ein speziell errichtetes Gebäude im Westen von Darmstadt, dem heutigen ESOC-Gelände. Der Umzug bedeutete für die Einrichtung in Darmstadt einen Zuwachs an Personal und einen erweiterten Zweck.

Er brachte zudem einen neuen Namen mit sich. Das European Space Operations Centre ESOC wurde offiziell am 8. September 1967 eingeweiht. Seitdem schreibt es Raumfahrtgeschichte. Die erste Mission, ESRO-2B, wurde nur acht Monate nach der Einweihung gesteuert.

Das ESOC war schon immer der Ort, »wo Missionen zum Leben erwachen«: Expertenteams übernehmen nach dem Start die Kontrolle über Satelliten, begleiten sie dann durch schwierigste Missionen. Von Darmstadt aus wird das Netzwerk von Bodenstationen der ESA entwickelt und geleitet – die unverzichtbare Verbindung zu Satelliten, dank derer wir Menschen immer mehr über unseren Heimatplaneten, unser Sonnensystem und das Universum erfahren.

Die ESA– ist im Lauf der Jahrzehnte gewachsen. Die Leiter von Telekommunikations-, Erdbeobachtungs- und Forschungsmissionen der Organisation wissen, dass sie die Vorbereitung ihrer Missionen und die Echtzeit-Flugkontrolle an die Experten des ESOC abgeben können. Schließlich bilden Vertrauen und Fachkompetenz das Herzstück des gesamten Missionsbetriebs.

»Wenn ich auf die 50 Jahre Expertenwissen im gesamten Missionsbetrieb zurückblicke, dann bin ich davon beeindruckt, wie die Teams beim ESOC immer wieder neue Arten von Missionen immer wieder erfolgreich bewältigen und in jedem Zeitalter innovative Instrumente und Techniken entwickeln und einführen, um bisher unvergleichbare wissenschaftliche Ziele zu erreichen«, erklärte Rolf Densing, der Direktor für Missionsbetrieb der ESA und Leiter des ESOC, in einem Pressetext. »Dank des einzigartigen Wissensschatzes aus fünf Jahrzehnten befindet sich das ESOC als Quelle für Spezialwissen und den künftigen Betrieb komplexer Missionen in zahlreichen Forschungsbereichen, der Navigation und Erdbeobachtung in einer sehr guten Ausgangsposition, da wir in vermehrtem Maße auch mit neuen Raumfahrtinitiativen aus dem kommerziellen, akademischen und nichtstaatlichen Sektor kooperieren.«

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Im Verlauf von fünf Jahrzehnten kontrollierte das ESOC 77 Satelliten. Diese umfassten Satelliten für die Telekommunikation, Wetter-, Erd- und Klimabeobachtung, aber auch Satelliten zur Erforschung der Sonne und für einen tieferen Blick in unser Universum.

Für die Erkundung unseres Sonnensystems haben ESOC-Teams Missionen zum Mond, Mars und zur Venus begleitet und darüber hinaus einige Triumphe errungen: der Vorbeiflug der Sonde Giotto am Halley'schen Kometen im Jahr 1986, die Landung der Huygens-Raumsonde auf dem Saturnmond Titan im Jahr 2005 sowie die Landung der Philae-Sonde auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko im Rahmen der Rosetta Mission im Jahr 2014 – die erste Landung der Menschheit auf einem Kometen.

Aktuell betreut das ESOC den Betrieb von zehn Missionen mit insgesamt 17 Satelliten, unter anderem die des Europäischen Copernicus-Programms. Außerdem steht ein Dutzend weiterer Missionen in den Startlöchern, einschließlich Erkundungsmissionen in Zusammenarbeit mit Japan und Russland. Auch extrem komplexe Herausforderungen gehören zur Expertise des Zentrums, wie der Start und Flugbetrieb von Satellitenkonstellationen, die Menschen überall auf der Welt zu Gute kommen, wie Galileo und die Sentinel-Satelliten.

Das ESA-Zentrum ist darüber hinaus für die Entwicklung und Erprobung innovativer Missions-Kontrolltechniken und neuer Technologien für Bodensysteme, Bodenstationen, Weltraumschrotterkennung, Weltraumwetter und zur Frühwarnung vor weiteren Risikoquellen zuständig.

21 September 2017

Reigen der Paratender

Eigentlich sollte es in dem Roman, der später den Titel »Reigen der Paratender« tragen sollte, vor allem um den Mutanten Boyt Margor, seine mysteriöse Sklavenwelt und eine Expedition von Ronald Tekener gehen. Doch als William Voltz im Herbst 1978 das Exposé verfasste, jubelte er seinem Kollegen Hans Kneifel ein zusätzliches Thema unter – es war zu jener Zeit in den Medien stark präsent: Der Autor sollte Rauschgiftsucht zumindest nebenbei im Roman darstellen.

»Munarquon ist der Name des Rauschmittels«, schrieb Voltz in das Exposé. »Wer es nimmt, gerät in völlige Willenlosigkeit und ist wie eine Marionette zu handhaben. Bei dieser Art des Mißbrauchs empfinden die Betroffenen dann ein unbeschreibliches Glücksgefühl.« Tatsächlich schildert der Roman, wie Ronald Tekener und Jennifer Thyron sich als Rauschgifthändler tarnen und so in den Einsatz gehen.

Der Autor machte in seinem Roman letztlich eine klassische Kneifel-Geschichte aus dem Thema: Die Agenten gehen in Maske in einen Einsatz, bei dem sich Tekener – dank seiner Lashat-Narben – auch gegen die sogenannten Psychode als immun erweist. Bei der Darstellung von Menschen, die der Wirkung eines Rauschgiftes erliegen, blieb der Autor eher an der Oberfläche ...

20 September 2017

Vorstoß des Multimutanten

»Toio Zindher jaulte auf wie ein waidwundes Tier.« Durchschlagende Psi-Kräfte, massive Konflikte in- und außerhalb eines Raumschiffes: In seinem Roman »Vorstoß des Multimutanten« zeigt sich Leo Lukas nicht unbedingt von seiner humoristischen Seite, sondern liefert spannende Szenen mit viel Action.

Der Schriftsteller führt einige aktuelle Figuren unserer Serie in neue Nöte. Dabei liefert er gewissermaßen den Vorbereitungsroman für einen Doppelband von Michelle Stern; die drei Romane hängen inhaltlich eng zusammen.

Der Roman trägt die Bandnummer 2927 und kommt diese Woche noch in den Handel. Für die Leser gibt's dabei nicht nur in Sachen Gemeni die eine oder andere Überraschung ...

19 September 2017

Olymp-Exposés als Lektüre

Der heutige Dienstag ist ein »Arbeitstag daheim«, neudeutsch auch »Office Day« genannt, in der PERRY RHODAN-Redaktion seit vielen Jahren als »Redigiertag« betitelt. An solchen Tagen bleibt der Redakteur daheim, um sich in Ruhe auf das Schreiben und Redigieren von Texten zu konzentrieren. Oder eben auf das Lesen der Berge von Exposés und Manuskripten, die in jüngster Zeit eingetroffen sind.

So wurde ich am Vortag von Susan Schwartz mit mehreren Dateien versorgt: Datenblätter zur anstehenden Miniserie PERRY RHODAN-Olymp sowie Exposés zu dieser Serie. Das umfangreiche Material, das die Autorin zur Verfügung gestellt hat, lese ich gründlich durch – schließlich möchte ich der Autorin ein entsprechendes Feedback geben.

Zudem warten ein Autor und eine Autorin schon begierig darauf, mit der eigentlichen Schreibarbeit zu beginnen ... Bis der erste Band der Serie veröffentlicht wird – im Januar 2018 –, werden noch einige Monate vergehen. Die ersten Arbeiten laufen aber bereits.

18 September 2017

Das schwarze Schiff als Grünband

»Nur noch zwei Fackeln waren vom Sturm und vom wütenden Regen nicht ausgelöscht worden.« So beginnt das Kapitel mit dem düsteren Titel »Das Schiff der Verzweifelten«, mit dem der Roman »Das schwarze Schiff« eingeleitet wird. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Die Rede ist von einem ATLAN-Zeitabenteuer, verfasst von Hans Kneifel, dem dritten Band der Kreta-Trilogie.

Erstmals wurde der Roman im Jahr 2009 veröffentlicht, damals als Taschenbuch, die als Lizenzausgabe im Ulisses-Verlag publiziert wurde. Seit einigen Tagen liegt er neu vor: als Hardcover, die es im Abonnement bei unseren Partnern von Edel gibt – die sogenannten Grünbände werden dort im Rahmen der Clubausgabe ausgeliefert.

Die drei Romane umspannen dabei einen historischen Zeitraum, in dem sich Hans Kneifel richtig gut auskannte: Seine Geschichte ließ er in Ägypten beginnen, dann wechselte sie in die Inselwelt des Mittelmeers und nach Kreta.

Neben kretischen Seefahrern und dem legendären Daidaloos – heute eher als Dädalos bekannt – spielen auch Roboter eine wichtige Rolle. Es handelt sich also um ein typisches Zeitabenteuer, in dem sich geschichtliche Ereignisse mit Science-Fiction-Elementen verbinden.

17 September 2017

Die Frankfurter Buchmesse im Visier

Es sind nur noch wenige Wochen, bis die Frankfurter Buchmesse 2017 ihre Pforten öffnet: Sie findet vom 11. bis 15. Oktober 2017 statt, wie immer in den Messehallen in Frankfurt – zuerst für die sogenannten Fachbesucher, dann für das allgemeine Publikum. Und wie immer ist die PERRY RHODAN-Redaktion daran beteiligt.

Allerdings sind wir zum wiederholten Mal nicht mit einem eigenen Stand vor Ort. Wir hatten vor einiger Zeit entschieden – aufgrund interner Überlegungen in der Redaktion –, auf einen Stand in Frankfurt zu verzichten.

Wir zeigen stattdessen bei Cons und anderen Veranstaltungen Flagge und sind auf der Leipziger Buchmesse vor Ort. Ob und wie wir mit einem eigenen Stand nach Frankfurt zurückkehren, muss man sehen.

Einige von uns sind allerdings sehr wohl in den Messehallen unterwegs, nach aktuellem Stand der Dinge reisen Philine-Marie Rühmann, Madlen Bihr und Klaus N. Frick nach Frankfurt. Wir nehmen unterschiedliche Termine wahr, wir besuchen andere Verlage an deren Stände, wir treffen uns mit Autoren, Lizenzpartnern und Journalisten – das ganz normale Programm also, nur eben ohne eigenen Stand.

An diesem Sonntag werden dazu einige wichtige Verabredungen getroffen: per Mail und per Telefon. Mal schauen, wie »erfolgreich« oder zumindest wie unterhaltsam diese Messe verlaufen wird ...

16 September 2017

Die SPIEGEL-Bestsellerliste geentert

Die jeweiligen PERRY RHODAN-Bücher tauchen seit Jahren immer wieder auf den Bestsellerlisten auf. (Wie diese Listen entstehen, wird zwar öffentlich gemacht, bleibt aber trotzdem oft fraglich.) Als Redakteur freue ich mich darüber, wundere mich aber nicht so sehr darüber.

Trotzdem gab's am heutigen Tag eine große Freude: »Einsteins Tränen«, der aktuelle PERRY RHODAN-Silberband, ist auf der Bestsellerliste des Magazins »Der Spiegel« gelandet. Das Buch hat Platz zwanzig erreicht – und das ist jetzt wohl glatt ein Grund dafür, ein Glas Wein einzuschenken.

15 September 2017

Zum Gedenken an Einsteins Tränen

Ein Logbuch der Redaktion

In welchem Maß die PERRY RHODAN-Serie durch William Voltz und seine Ideen bestimmt worden ist, lässt sich kaum ermessen. Der damals junge Autor arbeitete schon in den 60er-Jahren mit dem Exposéautor Karl-Herbert Scheer zusammen – beide wohnten in der gleichen südhessischen Region –; seine Ideen prägten bereits in den 60er-Jahren die Handlungsbögen. Dass Voltz in den 70er-Jahren die Exposéarbeit übernahm, war also folgerichtig.

Bereits zu Beginn der 80er-Jahre erkrankte der Autor allerdings schwer. Trotzdem arbeitete er intensiv weiter an PERRY RHODAN, entwickelte Zyklen und schrieb Romane, die seine Leser faszinierten. Am 19. Dezember 1983 kam mit »Einsteins Tränen« sein letzter Roman in den Handel, wenige Monate später – am 24. März 1984 – verstarb der beliebte Schriftsteller.

tl_files/comic/images/cover/ebooks/ebooks_kompakt_cover/PR_Kompakt_3_Cover.jpgFür viele Leser war »Einsteins Tränen« im Nachhinein wie ein Abgesang, den Voltz für sich selbst geschrieben hatte. Sechsdimensionale Energien, eine Macht, mit der die Menschen nicht fertigwerden können – dann die Vereinzelung der Menschen: Der Roman zeigt die Erde in einer Bedrohung, wie sie nie zuvor in der Serie geschildert wurde, intensiv und mitreißend.

Vor allem die Figur des Reginald Bull faszinierte. Sein Schicksal sowie das deprimierende und gleichzeitig schockierende Ende des Romans bildete für die Leser einen Höhepunkt der laufenden Handlung, wenngleich nicht unbedingt in positiver Weise – man war schockiert und überrascht.

Inwiefern der Autor sich selbst wirklich in diesem Roman verarbeitet hat, lässt sich heute kaum noch nachprüfen. Sicher wurde von den Lesern im Frühjahr 1984 vieles in den Roman interpretiert; der Schock saß tief. Schließlich wusste der durchschnittliche Leser nicht, dass William Voltz so krank war.

Letztlich sind alle Spekulationen zum Inhalt des Romans müßig. »Einsteins Tränen« zeigte den Autor zum Ende des Jahres 1983 noch einmal als Schriftsteller, der die PERRY RHODAN-Serie auf eine neue Ebene gehoben hatte und sowohl Figuren als auch exotische Aliens wunderbar zeichnen konnte.

Dass jetzt »Einsteins Tränen« in einer schönen Silberband-Ausgabe in den Handel kommt, freut mich sehr. Damit liegt die komplette »Voltz-Ära« der PERRY RHODAN-Serie in Buchform vor, ein gedrucktes Andenken an einen der wichtigsten Science-Fiction-Schriftsteller im deutschsprachigen Raum.

(Wer sich mit dem Gesamtwerk von William Voltz vertraut machen möchte, verweise ich gern auf das PERRY RHODAN-Kompakt 3. Es wurde 2014 als E-Book veröffentlicht, zum dreißigsten Todestag des Autors, und enthält unter anderem seine zehn wichtigsten PERRY RHODAN-Romane.)

14 September 2017

PERRY RHODAN im holländischen Orbit

Mal wieder in Zeitschriften geblättert, die schon ein wenig älter sind – in diesem Fall in der Ausgabe 17 von »Orbit«, einem niederländischen Magazin, das sich in der Unterzeile als »Het Tijdschrift Voor Science Fiction & Fantasy« bezeichnete. In diesem Heft, das im Winter 1982 veröffentlicht wurde, hievten die Verantwortlichen die PERRY RHODAN-Serie aufs Titelbild: mit einem streng dreinblickenden Perry Rhodan und einem gefährlich wirkenden Gucky als »Coverboys«.

Neben einer Kurzgeschichte des PERRY RHODAN-Autors William Voltz bildete vor allem ein Doppel-Interview mit Clark Darlton und William Voltz den Schwerpunkt des Magazins. Ein Rückblick auf die Seriengeschichte durfte ebensowenig fehlen wie ein Bericht vom kurz davor stattgefundenen WeltCon zu Band 1000 in Mannheim.

Das schöne Magazin hat einen Ehrenplatz im PERRY RHODAN-Marketingbüro. Wir sollten mit solchen Heften und Erinnerungsstücken wohl mal eine Ausstellung veranstalten ...

13 September 2017

Schwarzes Feuer

Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass Kai Hirdt in seinem Roman »Schwarzes Feuer« etwas macht, was bisher kein PERRY RHODAN-Autor getan hat: Er schreibt aus der »Innensicht« eines Haluters und stellt aus dessen Sicht dar, was rings um ihn passiert.

Sein Roman kommt diese Woche in den Handel, und er setzt nicht nur die Haluter gut in Szene. (Wobei »gut« angesichts der geschilderten Vorgänge nicht unbedingt optimal formuliert ist ...)

Eine wichtige Person in diesem Roman ist Reginald Bull, der erst seit einiger Zeit wieder in die Handlung unserer Serie zurückgekehrt ist. Der Autor bringt den Aktivatorträger in diverse Probleme, die bis zur buchstäblich letzten Seite des Romans nicht geringer werden. Ich habe das im Manuskript gern gelesen und denke mir, dass es im veröffentlichten Roman ebenfalls gut zu lesen sein wird.

12 September 2017

Der Relaunch der Seite steht jetzt

Seit 1996 ist die PERRY RHODAN-Serie im Internet, und immer mal wieder muss eine Internet-Seite neu aufgestellt werden. Zuletzt war das 2011/2012 der Fall, und seit gestern ist die neueste Version zu sehen: Meine Kollegin Philine-Marie Rühmann und das Team von Softlevel haben in einer langen und aufwendigen Arbeit viele tausend Unterseiten und Produktseiten rüberkopiert und in das frische Format gebracht. Der »Relaunch«, wie man das neudeutsch nennt, ist also vollzogen.

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen, und ich bin sehr stolz auf die geleistete Arbeit der Kolleginnen und Kollegen. Die Seite wirkt modern, sie ist auch für Smartphones tauglich, und sie präsentiert unsere Romane in einem freundlicheren Format. Das sollte bei den Lesern und potenziellen Neulesern gut ankommen. Die bisherige Resonanz ist positiv; es gibt Anmerkungen und Korrekturen, auf die wir selbstverständlich reagieren.

Super!

11 September 2017

NEO in Japan gedeiht

Unsere Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen in Japan ist nicht immer völlig einfach; die Sprachprobleme sind nicht leicht zu bewältigen, und dass eine Agentur dazwischen geschaltet worden ist, lässt so manches noch komplizierter erscheinen. Aber wie es aussieht, ist man mit den ersten Verkaufszahlen von PERRY RHODAN NEO nicht unzufrieden. Die Agentur möchte weitermachen und hat entsprechende Vorschläge geschickt.

Bisher sind zwei Bände erschienen, der dritte NEO-Band ist in Vorbereitung. Bei den Kollegen von Hayakawa kann man ihn schon vorbestellen. Das Cover wird von Reginald Bull geziert. Ich finde, das Bild trfft ein wenig zu; der Raumfahrer wird ja immer als beleibt und rothaarig geschildert. Ganz ehrlich: Ich hätte ihn mir mit breiteren Schultern gewünscht. Aber gut ...

09 September 2017

PERRY RHODAN bei der ESOC

Um es vorwegzunehmen: Ein ausführlicher Bericht folgt. Hier und jetzt nur kurz angemerkt: Gestern feierte das europäische Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt seinen fünfzigsten Geburtstag. Rund 5000 Besucher schauten sich die Räumlichkeiten an, weitere Tausende waren rings um das Gelände an den vielen Ständen unterwegs und ließen sich von Wissenschaftlern informieren. Eine richtig gelungene Atmosphäre, der selbst gelegentliches Nieselwetter nichts anhaben konnte.

Durch die Vermittlung von Robert Vogel, dem »Rasenden Weltraum-Reporter«, konnte PERRY RHODAN ins Programm integriert werden. Mich freute schon, dass überall auf dem Gelände Menschen mit PERRY RHODAN-Tüten unterwegs waren ...

Wichtig war aber, dass Robert Vogel als »seriöser Nerd« und ich als Redakteur die Science Fiction auf der Bühne vertreten konnten. Lars Hennemann, der Chefredakteur des Darmstädter Echo, befragte uns zur Science-Fiction-Literatur, zum Verhältnis zur »echten« Raumfahrt und dergleichen.

Das war für mich eine große Ehre, vor allem auch deshalb, weil wir gewissermaßen die »Vorgruppe« für Thomas Reiter waren, dem populären deutschen Astronauten. Damit haben wir Menschen angesprochen, die sich für »unsere Themen« interessieren ...

08 September 2017

Olaf Brill war zu Besuch

Aus dem »hohen Norden« besuchte am Donnerstag, 7. September 2017, der Kollege Olaf Brill die PERRY RHODAN-Redaktion. Bei diesem Termin ging es vor allem um anstehende Arbeiten, es wurde aber auch viel gelacht und »getratscht«: Wenn Menschen aufeinander treffen, die teilweise gemeinsame Bekannte haben und sich seit Jahren in der Science-Fiction-Szene bewegen, bleibt das wohl nie aus.

Vor allem sprachen wir über anstehende Projekte. Olaf Brill betreut die STELLARIS-Kurzgeschichten, die innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erscheinen. Er stellte seine Planung fürs Jahr 2017 und auch schon für 2018 vor. Wir überlegten uns, wie es mit der Serie nach Band 3000 weitergehen sollte – und ich hatte bei diesem Gespräch nicht zum ersten Mal das Gefühl, mit Olaf den »richtigen Mann für diesen Job« zu haben.

Darüber hinaus ging es um seine Tätigkeit als Autor. Die Arbeit an seinem Roman für PERRY RHODAN-Terminus hatte uns beiden Spaß gemacht – jetzt ging es darum, wie wir die Zusammenarbeit an dieser Stelle fortsetzen könnten. Soviel ist bereits sicher: 2018 wird es weitere Romane von Olaf Brill geben, die im Perryversum spielen.

(Das Bild zeigt von links: Olaf Brill, Klaus Bollhöfener und Klaus N. Frick im Büro der PERRY RHODAN-Redaktion. Fotografiert wurde von Philine-Marie Rühmann.)

07 September 2017

Als die Abendzeitung berichtete ...

Sogar der Münchener Abendzeitung war das Thema einen Zweispalter wert. »Seine Figuren leben weiter« betitelte die Zeitung einen Bericht, in dem sie über den plötzlichen Tod des PERRY RHODAN-Titelbildkünstlers Johnny Bruck berichtete. Der Artikel erschien am 12. Oktober 1995 und zählte damals zu einer Reihe von Berichten über Bruck – daran merkte man auch, wie viele Journalisten mit PERRY RHODAN gewissermaßen aufgewachsen waren.

»Nicht zuletzt seinen bunten, utopischen Illustrationen ist es zu verdanken, daß die Serie über den Held der Galaxie auf der ganzen Erde zu Ruhm gelangte«, schrieb Florian Kinast über den Künstler, der kurz zuvor an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls gestorben war. Der Artikel bezeichnete ihn als den »künstlerischen Vater von Perry Rhodan« und sah die Serienfigur als »Kultfigur des Genres, lange bevor Kirk, MacLaine und Co. durchs All schwirrten«.

06 September 2017

Friedrichsdorf mit Kurs 3000

Friedrichsdorf ist für mich seit langem mit PERRY RHODAN verbunden wie wenige andere Städte. In der Gemeinde nördlich von Frankfurt lebte und arbeitete Karl-Herbert Scheer, dort wurden die Grundlagen für die größte Science-Fiction-Serie der Welt gelegt. Von dort kamen die Impulse, die ein Autorenteam befähigten, über Jahrzehnte hinweg an dem großen Epos zu schreiben.

Und dort trafen sich die Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon, die Autorin Verena Themsen und ich vor zwei Wochen, um eine intensive Exposébesprechung zu machen. Diesmal ging es nicht um aktuelle Romane, sondern konkret um einen Blick auf den Band 3000 und das »Danach«.

Welche Geschichte wollten wir erzählen, welchen großen Handlungsbogen entwerfen, welche Rolle für Perry Rhodan und die Menschheit bereitstellen?

Viele Details wurden besprochen; Wim Vandemaan fasste die Ergebnisse bereits in einem Arbeitspapier zusammen. Meine Notizen muss ich noch nacharbeiten, das fehlt leider alles – aber wir sind jetzt schon an der intensiven Arbeit für Romane, die 2019 und danach erscheinen werden.

(Das Bild zeigt übrigens das Wappen von Friedrichsdorf. Weitere Berichte folgen sicher. Versprochen!)

05 September 2017

Schachmatt in dieser Woche

Mit Dirk Schulz arbeite ich schon seit vielen Jahren zusammen; mir gefallen seine Bilder. Selbstverständlich ist nicht jedes seiner Motive beeindruckend, aber im Verlauf der Jahre schaffte er es, das PERRY RHODAN-Universum immer wieder durch starke Titelbilder zu beeinflussen. Viele Außerirdische oder Raumschiffe sind nur in der Optik von Dirk Schulz in das Gedächtnis der Leser gelangt – das finde ich nach wie vor toll.

Mit dem Titelbild von »Schachmatt« ist dem Illustrator aber ein echter Kracher gelungen, zumindest für meinen Geschmack. Es ist eines der stärksten Bilder, die Dirk Schulz in den vergangenen Jahren zu unserem Serienkosmos beigesteuert hat.

Das Titelbild zum Werk von Roman Schleifer, das als Band elf unserer Minierie PERRY RHODAN-Terminus in dieser Woche in den Handel kommt, wirkt unglaublich dynamisch und zieht mich als Betrachter  richtig in seinen Bann. Ich bin sicher, dass es auch im Zeitschriftenhandel auffallen wird – und das ist bei einem Roman, der verkauft werden soll, immer noch grundlegend und wichtig.

04 September 2017

Ein Stückchen Unendlichkeit

Als uns vergangene Woche Oliver Mäuser besuchte – der PERRY RHODAN-Leser, der einen »Auftritt« in einem Roman gewonnen hat –, kam er nicht mit leeren Händen. Er brachte uns ein ganz besonderes Geschenk mit, das ich faszinierend fand und für das ich in meinem Büro noch einen schönen Ehrenplatz suche.

Tatsächlich erhielten wir den Splitter eines Meteoriten geschenkt, der aus dem Canyon Diablo in Arizona stammt. Das Stück Metall ist 19,30 Gramm schwer und besteht zu einem großen Teil aus Eisen und Nickel. Unser Besucher hatte es für uns ein wenig präpariert, womit es noch faszinierender aussieht.

Die PERRY RHODAN-Redaktion besitzt also jetzt ein Stückchen Meteorit, ein Stückchen aus der Frühzeit des Sonnensystems, ein Beleg dafür, dass die Erde nicht allein im Kosmos ist und wir wirklich aufs Engste mit dem All verbunden sind. Es vermittelt eine Ahnung von der Unendlichkeit, allein schon von den Dimensionen in unserem Sonnensystem. Das ist ein sehr schöner Gedanke, und er passt zur Faszination, die das Perryversum bis heute vermittelt.

02 September 2017

Erstes Fazit zu Terminus

Noch sind nicht alle Romane von PERRY RHODAN-Terminus veröffentlicht; sie sind aber allesamt geschrieben, redigiert und für die Redaktion damit abgeschlossen. Deshalb gab es im Verlauf der Woche auch eine Besprechung mit der Geschäftsführung: Wie lief die Serie, wie hat sie sich entwickelt, wie sind die weiteren Überlegungen?

PERRY RHODAN-Terminus war ein Erfolg: keiner von der Sorte, über den man in Jahren noch schwelgerisch sprechen wird – wie es nach den 90er-Jahren bei der Miniserie ATLAN-Traversan der Fall war –, aber ein Erfolg, den wir respektabel fanden. Die Verkaufszahlen bewegten sich in dem Rahmen, den wir erwartet hatten; auch die sogenannte Terminus-Edition verkaufte sich ordentlich.

Das heißt: Wir denken derzeit intensiv darüber nach, wie es weitergeht. Können wir 2017 noch ein schönes PERRY RHODAN-Thema im Handel platzieren? Und machen wir zu Beginn des Jahres 2018 etwas Neues? Dazu werden wir in den nächsten Tagen sicher schon mehr ausplaudern können ...

01 September 2017

Ein Doppel von Hubert Haensel

Dieser Tage feierte Hubert Haensel seinen 65. Geburtstag – ich hoffe, der Jubilar ließ es ordentlich krachen. Seit einem Vierteljahrhundert arbeiten wir zusammen, und es freute mich ganz besonders, den nächsten Band der PERRY RHODAN-Planetenromane vorzubereiten; gewissermaßen hinter seinem Rücken. Der Doppelband 85/86 enthält die Romane »Odyssee in M 87« und »Schach den Cantaro«, die ich beide mochte.

Zweimal zeigt der Autor in diesem Romanen, dass er die PERRY RHODAN-Historie einfach gut beherrscht. Das belegt er bekanntlich seit vielen Jahren auch durch seine intensive Arbeit an den PERRY RHODAN-Silberbänden. Er zeigt in den zwei Romanen die Schicksale von »ganz normalen« Terranern, die in einer feindlichen oder zumindest fremdartigen Umgebung ihr Leben neu sortieren müssen.

Ein schöner Doppelband, wie ich finde! Das Titelbild von Arndt Drechsler passt wunderbar dazu. (Gibt's übrigens als E-Book und als gedrucktes Taschenbuch. Aber das wissen eh schon alle.) Im Handel ist er wohl demnächst, ich erhielt bereits die Vorabversion vom Verlag.

31 August 2017

Intrigen auf Arkon

»Kamurte ist ein typischer arkonidischer Soldat, der an die Parolen des Imperators glaubt, ohne viel darüber nachzudenken.« Dieser Satz steht in dem Exposé für den PERRY RHODAN-Roman »Intrigen auf Arkon«, der die Bandnummer 1924 trägt und am 7. Juli 1998 veröffentlicht wurde. Autor des Romans war Peter Terrid, für das Titelbild zeichnete Swen Papenbrock verantwortlich.

Das Exposé wurde von Ernst Vlcek verfasst, der damals die Exposés auf der Handlungsebene Milchstraße schrieb. Weil er wusste, dass der Autor gern die Arkoniden thematisierte, gab Vlcek seinem Kollegen ein entsprechendes Thema: Ronald Tekener im Einsatz gegen den Imperator Bostich ... dazu eine schöne Handlung mit Politik und Krimi-Elementen.

Zur Handlung: Der Planet Camelot, für den Tekener zu dieser Zeit spricht, möchte als eigenständiges Machtgebilde in das Galaktikum aufgenommen werden. Das gelingt im Verlauf des Romans auch, wobei Tekener einige Schwierigkeiten zu überwinden hat ...

Ziel des Exposés war unter anderem, die neue Zentrale des Galaktikums vorzustellen. Ein Datenblatt zu Mirkandol stellte in diesem Exposé die Palaststadt in der Wüste Khoukar auf dem Planeten Arkon vor. Darüber hinaus wollte Vlcek auch »zwei Zellaktivatorträger ins Spiel bringen, die in letzter Zeit vernachlässigt wurden – Dao-Lin-H'ay und Ronald Tekener«.

Beides gelang im Zusammenspiel zwischen Exposéautor und Romanautor: Die Figuren wurden entsprechend charakterisiert, und mit Mirkandol wurde ein gänzlich neuer Schauplatz vorgestellt. Und Bostich wurde zu einer immer wichtiger werdenden Figur ...