19 September 2017

Olymp-Exposés als Lektüre

Der heutige Dienstag ist ein »Arbeitstag daheim«, neudeutsch auch »Office Day« genannt, in der PERRY RHODAN-Redaktion seit vielen Jahren als »Redigiertag« betitelt. An solchen Tagen bleibt der Redakteur daheim, um sich in Ruhe auf das Schreiben und Redigieren von Texten zu konzentrieren. Oder eben auf das Lesen der Berge von Exposés und Manuskripten, die in jüngster Zeit eingetroffen sind.

So wurde ich am Vortag von Susan Schwartz mit mehreren Dateien versorgt: Datenblätter zur anstehenden Miniserie PERRY RHODAN-Olymp sowie Exposés zu dieser Serie. Das umfangreiche Material, das die Autorin zur Verfügung gestellt hat, lese ich gründlich durch – schließlich möchte ich der Autorin ein entsprechendes Feedback geben.

Zudem warten ein Autor und eine Autorin schon begierig darauf, mit der eigentlichen Schreibarbeit zu beginnen ... Bis der erste Band der Serie veröffentlicht wird – im Januar 2018 –, werden noch einige Monate vergehen. Die ersten Arbeiten laufen aber bereits.

18 September 2017

Das schwarze Schiff als Grünband

»Nur noch zwei Fackeln waren vom Sturm und vom wütenden Regen nicht ausgelöscht worden.« So beginnt das Kapitel mit dem düsteren Titel »Das Schiff der Verzweifelten«, mit dem der Roman »Das schwarze Schiff« eingeleitet wird. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Die Rede ist von einem ATLAN-Zeitabenteuer, verfasst von Hans Kneifel, dem dritten Band der Kreta-Trilogie.

Erstmals wurde der Roman im Jahr 2009 veröffentlicht, damals als Taschenbuch, die als Lizenzausgabe im Ulisses-Verlag publiziert wurde. Seit einigen Tagen liegt er neu vor: als Hardcover, die es im Abonnement bei unseren Partnern von Edel gibt – die sogenannten Grünbände werden dort im Rahmen der Clubausgabe ausgeliefert.

Die drei Romane umspannen dabei einen historischen Zeitraum, in dem sich Hans Kneifel richtig gut auskannte: Seine Geschichte ließ er in Ägypten beginnen, dann wechselte sie in die Inselwelt des Mittelmeers und nach Kreta.

Neben kretischen Seefahrern und dem legendären Daidaloos – heute eher als Dädalos bekannt – spielen auch Roboter eine wichtige Rolle. Es handelt sich also um ein typisches Zeitabenteuer, in dem sich geschichtliche Ereignisse mit Science-Fiction-Elementen verbinden.

17 September 2017

Die Frankfurter Buchmesse im Visier

Es sind nur noch wenige Wochen, bis die Frankfurter Buchmesse 2017 ihre Pforten öffnet: Sie findet vom 11. bis 15. Oktober 2017 statt, wie immer in den Messehallen in Frankfurt – zuerst für die sogenannten Fachbesucher, dann für das allgemeine Publikum. Und wie immer ist die PERRY RHODAN-Redaktion daran beteiligt.

Allerdings sind wir zum wiederholten Mal nicht mit einem eigenen Stand vor Ort. Wir hatten vor einiger Zeit entschieden – aufgrund interner Überlegungen in der Redaktion –, auf einen Stand in Frankfurt zu verzichten.

Wir zeigen stattdessen bei Cons und anderen Veranstaltungen Flagge und sind auf der Leipziger Buchmesse vor Ort. Ob und wie wir mit einem eigenen Stand nach Frankfurt zurückkehren, muss man sehen.

Einige von uns sind allerdings sehr wohl in den Messehallen unterwegs, nach aktuellem Stand der Dinge reisen Philine-Marie Rühmann, Madlen Bihr und Klaus N. Frick nach Frankfurt. Wir nehmen unterschiedliche Termine wahr, wir besuchen andere Verlage an deren Stände, wir treffen uns mit Autoren, Lizenzpartnern und Journalisten – das ganz normale Programm also, nur eben ohne eigenen Stand.

An diesem Sonntag werden dazu einige wichtige Verabredungen getroffen: per Mail und per Telefon. Mal schauen, wie »erfolgreich« oder zumindest wie unterhaltsam diese Messe verlaufen wird ...

16 September 2017

Die SPIEGEL-Bestsellerliste geentert

Die jeweiligen PERRY RHODAN-Bücher tauchen seit Jahren immer wieder auf den Bestsellerlisten auf. (Wie diese Listen entstehen, wird zwar öffentlich gemacht, bleibt aber trotzdem oft fraglich.) Als Redakteur freue ich mich darüber, wundere mich aber nicht so sehr darüber.

Trotzdem gab's am heutigen Tag eine große Freude: »Einsteins Tränen«, der aktuelle PERRY RHODAN-Silberband, ist auf der Bestsellerliste des Magazins »Der Spiegel« gelandet. Das Buch hat Platz zwanzig erreicht – und das ist jetzt wohl glatt ein Grund dafür, ein Glas Wein einzuschenken.

15 September 2017

Zum Gedenken an Einsteins Tränen

Ein Logbuch der Redaktion

In welchem Maß die PERRY RHODAN-Serie durch William Voltz und seine Ideen bestimmt worden ist, lässt sich kaum ermessen. Der damals junge Autor arbeitete schon in den 60er-Jahren mit dem Exposéautor Karl-Herbert Scheer zusammen – beide wohnten in der gleichen südhessischen Region –; seine Ideen prägten bereits in den 60er-Jahren die Handlungsbögen. Dass Voltz in den 70er-Jahren die Exposéarbeit übernahm, war also folgerichtig.

Bereits zu Beginn der 80er-Jahre erkrankte der Autor allerdings schwer. Trotzdem arbeitete er intensiv weiter an PERRY RHODAN, entwickelte Zyklen und schrieb Romane, die seine Leser faszinierten. Am 19. Dezember 1983 kam mit »Einsteins Tränen« sein letzter Roman in den Handel, wenige Monate später – am 24. März 1984 – verstarb der beliebte Schriftsteller.

tl_files/comic/images/cover/ebooks/ebooks_kompakt_cover/PR_Kompakt_3_Cover.jpgFür viele Leser war »Einsteins Tränen« im Nachhinein wie ein Abgesang, den Voltz für sich selbst geschrieben hatte. Sechsdimensionale Energien, eine Macht, mit der die Menschen nicht fertigwerden können – dann die Vereinzelung der Menschen: Der Roman zeigt die Erde in einer Bedrohung, wie sie nie zuvor in der Serie geschildert wurde, intensiv und mitreißend.

Vor allem die Figur des Reginald Bull faszinierte. Sein Schicksal sowie das deprimierende und gleichzeitig schockierende Ende des Romans bildete für die Leser einen Höhepunkt der laufenden Handlung, wenngleich nicht unbedingt in positiver Weise – man war schockiert und überrascht.

Inwiefern der Autor sich selbst wirklich in diesem Roman verarbeitet hat, lässt sich heute kaum noch nachprüfen. Sicher wurde von den Lesern im Frühjahr 1984 vieles in den Roman interpretiert; der Schock saß tief. Schließlich wusste der durchschnittliche Leser nicht, dass William Voltz so krank war.

Letztlich sind alle Spekulationen zum Inhalt des Romans müßig. »Einsteins Tränen« zeigte den Autor zum Ende des Jahres 1983 noch einmal als Schriftsteller, der die PERRY RHODAN-Serie auf eine neue Ebene gehoben hatte und sowohl Figuren als auch exotische Aliens wunderbar zeichnen konnte.

Dass jetzt »Einsteins Tränen« in einer schönen Silberband-Ausgabe in den Handel kommt, freut mich sehr. Damit liegt die komplette »Voltz-Ära« der PERRY RHODAN-Serie in Buchform vor, ein gedrucktes Andenken an einen der wichtigsten Science-Fiction-Schriftsteller im deutschsprachigen Raum.

(Wer sich mit dem Gesamtwerk von William Voltz vertraut machen möchte, verweise ich gern auf das PERRY RHODAN-Kompakt 3. Es wurde 2014 als E-Book veröffentlicht, zum dreißigsten Todestag des Autors, und enthält unter anderem seine zehn wichtigsten PERRY RHODAN-Romane.)

14 September 2017

PERRY RHODAN im holländischen Orbit

Mal wieder in Zeitschriften geblättert, die schon ein wenig älter sind – in diesem Fall in der Ausgabe 17 von »Orbit«, einem niederländischen Magazin, das sich in der Unterzeile als »Het Tijdschrift Voor Science Fiction & Fantasy« bezeichnete. In diesem Heft, das im Winter 1982 veröffentlicht wurde, hievten die Verantwortlichen die PERRY RHODAN-Serie aufs Titelbild: mit einem streng dreinblickenden Perry Rhodan und einem gefährlich wirkenden Gucky als »Coverboys«.

Neben einer Kurzgeschichte des PERRY RHODAN-Autors William Voltz bildete vor allem ein Doppel-Interview mit Clark Darlton und William Voltz den Schwerpunkt des Magazins. Ein Rückblick auf die Seriengeschichte durfte ebensowenig fehlen wie ein Bericht vom kurz davor stattgefundenen WeltCon zu Band 1000 in Mannheim.

Das schöne Magazin hat einen Ehrenplatz im PERRY RHODAN-Marketingbüro. Wir sollten mit solchen Heften und Erinnerungsstücken wohl mal eine Ausstellung veranstalten ...

13 September 2017

Schwarzes Feuer

Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass Kai Hirdt in seinem Roman »Schwarzes Feuer« etwas macht, was bisher kein PERRY RHODAN-Autor getan hat: Er schreibt aus der »Innensicht« eines Haluters und stellt aus dessen Sicht dar, was rings um ihn passiert.

Sein Roman kommt diese Woche in den Handel, und er setzt nicht nur die Haluter gut in Szene. (Wobei »gut« angesichts der geschilderten Vorgänge nicht unbedingt optimal formuliert ist ...)

Eine wichtige Person in diesem Roman ist Reginald Bull, der erst seit einiger Zeit wieder in die Handlung unserer Serie zurückgekehrt ist. Der Autor bringt den Aktivatorträger in diverse Probleme, die bis zur buchstäblich letzten Seite des Romans nicht geringer werden. Ich habe das im Manuskript gern gelesen und denke mir, dass es im veröffentlichten Roman ebenfalls gut zu lesen sein wird.